Wernigerode. Die Freude war auf beiden Seiten groß. Für das Zentrum HarzKultur mit der Galerie an der Breiten Straße zeigte sich Katja Reindel bei der Eröffnung zufrieden, Arbeiten der tief im Harz verwurzelten Barbara Ehrt ausstellen zu können.

Die Künstlerin ihrerseits betonte, stolz zu sein, " in meiner alten Heimat ausstellen zu dürfen ". Sie bedankte sich während der Eröffnung ihrer Exposition für die gute Kooperation bei der Vorbereitung. Ihre Werke können bis zum 25. Februar betrachtet werden. Verkäuflich ist allerdings keines der Bilder.

In Elbingerode geboren und dort bis zur zweiten Klasse zur Schule gegangen, wurde " 1961 die Mauer direkt durch meine Familie hindurchgezogen ", erinnerte sich Barbara Ehrt. Zu dieser Zeit war sie im Westharz gewesen und dann dort geblieben. Sie hatte sich schon als Kind gern in der Natur aufgehalten, weil ihre Eltern die Freizeit am liebsten im Grünen verbrachten : zu Fuß, auf Skiern, mit dem Schlitten oder mit dem Fahrrad. Das Ziel der Familie waren stets die idyllischen Flecken im Harz und in der Umgebung.

Nun zeigt die Künstlerin, die eigenem Bekunden nach Kunstund Erziehungswissenschaften studiert hatte und jetzt in Goslar lebt, nahezu 50 Arbeiten. Für ihre jetzige Präsentation wählte sie vor allem Kohle- und Kreidezeichnungen sowie Ölbilder, zum Teil auch Fotomontagen aus. Ihr Interesse für die Harzgeschichte war leider sehr spät erwacht, bedauerte Barbara Ehrt. Inzwischen findet sie die alten Heimatbücher genau so spannend wie Krimis. Sie schreibt gegenwärtig an einer Harz-Erzählung, die in wenigen Wochen fertig sein soll.

Mit der Ausstellung wird die Vielfalt regionaler Trachten dargestellt. Die ausgewählten Werke entstanden überwiegend seit 2007. In den Galerieräumen wird auch die Vielseitigkeit der Künstlerin deutlich, die nicht nur gern malt und schreibt, sondern auch Bücher illustriert und sich im sozialen Bereich engagiert.