Wernigerode. Hans-Jürgen Schmidt war sauer. Der Tourist aus Berlin befand sich gestern Morgen in der Altstadt auf der Suche nach einem Parkplatz für seinen Pkw.

Sein erster Versuch führte ihn in die Marktstraße. Dort war der Schnee zur Seite geräumt, Parken am Rand fast überall unmöglich. Das gleiche Bild bot sich schließlich an der Flutrenne. Irgendwann, so Schmidt, war er dann auf der Ringstraße gelandet, um dort entnervt aufzugeben. Sein Auto stellte er schließlich auf dem aus seiner Sicht ebenfalls nicht sonderlich gut vom Weiß befreiten öffentlichen Angerparkplatz ab. Der Urlauber : " Hat die Stadt für derartige Schneemassen keinen Plan ?"

Diese Frage gab die Harzer Volksstimme an deren Sprecher weiter. Laut Andreas Meling sind pro Schicht 25 Leute im Einsatz, um ab 3 Uhr morgens für freie Straßen in Wernigerode zu sorgen. Diese haben wegen der Pflicht zur Verkehrssicherung absoluten Vorrang. Erst anschließend kann damit begonnen werden, die Parkplätze zu beräumen. Dort stehen dann allerdings meist schon Autos drauf. Schnee abzutransportieren, ist nach Melings Angaben nicht möglich. Der Pressesprecher : " Wir haben dafür weder die Technik, noch ein geeignetes Zwischenlager. " Würden im Übrigen Stellflächen wie z. B. an der Ringstraße freigelegt, " dann wäre der Fußweg zu ".

Für Hans-Jürgen Schmidt ist diese Auskunft letztlich nicht sonderlich befriedigend. Der Gast sarkastisch : " Der Parkplatz der Stadtverwaltung sah aus wie geleckt. "