Von Ingmar Mehlhose

Wernigerode. " Früher wurde der Schnee auf dem Anger abgeladen ", reagierte gestern Bodo Oldag auf die Kritik an nicht geräumten Parkplätzen in der bunten Stadt am Harz ( wir berichteten ). Der Wernigeröder habe es als Kind selbst erlebt, wie die Leute auf der Burgstraße " gezwungen waren " das Weiß mit Pferdewagen wegzufahren. Oldal : " Das ist ein Armutszeugnis für die Stadt. " Und : " Ich habe den Eindruck, dass die Leute nicht mehr auf so etwas vorbereitet sind. "

Eine Meinung, die Hartmut Leßmann durchaus teilt. Der Volksstimme-Leser : " In Wernigerode macht man es sich mit vielen Dingen sehr einfach und so fantasielos. " Die Aussage aus der Pressestelle der Stadtverwaltung, keine Technik für die Beräumung zu besitzen, könne so nicht stehengelassen werden. Leßmann : " Es gibt Tiefbaufirmen, die hier gut verdient haben. " Er glaube, diese würden den Abtransport des Schnees gern zum Selbstkostenpreis übernehmen. Gleichzeitig führte der Wernigeröder ein Beispiel an, wie es auch anders gehe. Hartmut Leßmann : " Ich war am Montag in Abbenrode. Da war alles wunderbar geräumt. "

Ärger gibt es allerdings offensichtlich auch mit privaten Unternehmen. So berichtete Hartmut Labbow über einen völlig vereisten Fußweg vor einem Grundstück am Gießerweg 10. Der Wernigeröder : " Sind Betriebe von der Streupflicht ausgenommen ?"

Volksstimme-Leser Andreas Heuer suchte schließlich die Redaktion am Dienstag gleich persönlich auf. Der Anwohner verärgert : " An der Ecke Kruska-, Ilsenburger Straße wurde vor einem Firmengelände nicht geräumt. Die Leute müssen auf der Fahrbahn gehen. "