15 Unternehmen, Institutionen und Personen haben sich um die 1. Harzer Tourismus Biennale beworben. Im Wettbewerb um den ersten harzweiten Marketingpreis von Vereinigter Volksbank, Hochschule Harz und Volksstimme gab es fünf Nominierte. Der Harzer Verkehrsverband, seit diesem Jahr der Harzer Tourismusverband, gehörte dazu. Mit Geschäftsführerin Carola Schmidt hat Volksstimme-Redakteur Tom Koch gesprochen.

Volksstimme : Der Harzer KulturWinter war der Beitrag des Harzer Verkehrsverbandes. Warum haben Sie sich mit diesem Projekt beworben ?

Carola Schmidt : Der Harzer KulturWinter steht als gelungenens Beispiel für eine erfolgreiche Kooperation über Kreisund Ländergrenzen hinweg. Diese Veranstaltungsreihe macht zugleich deutlich, welch ‘ erfreuliche Vielfalt unsere Region auch an Kulturangeboten bieten kann.

Volksstimme : Und die Angebotsvielfalt nimmt stetig zu.

Schmidt :

Richtig. Die Premiere umfasste 80 Veranstaltungen, der 3. Kultur-Winter in diesem Februar kann bereits mit 200 Angeboten aufwarten. Angesichts der aktuellen Top-Bedingungen für Wintersportler möchte ich daran erinnern, dass der KulturWinter entwickelt wurde, um unseren Gästen in den manchmal schneelosen Winterferien attraktive Alternativen abseits der Rodelbahnen und Loipen zu bieten.

Volksstimme : Davon kann in diesem Winter keine Rede sein ?

Schmidt : Das stimmt, das tolle Winterwetter hat bei Hoteliers, Vermietern, Gastronomen, Händlern und einigen mehr für gute Umsätze gesorgt. Mit Blick auf das Jahr 2009 zurück kann ich einschätzen : Der Harz liegt bei Urlaubern hoch im Kurs. Das Statistische Bundesamt hat gerade die Übernachtungszahlen von Januar bis Oktober 2009 veröffentlicht, demnach können die gewerblichen Betriebe ein Plus von 1, 9 Prozent vorweisen. Angesichts der guten Buchungszahlen über Weihnachten und Silvester können wir insgesamt von einem positiven Tourismusjahr 2009 ausgehen. Nach dem schneereichen Winter war auch der Sommer an dieser für die Region positiven Entwicklung beteiligt. Von Mai bis Oktober können wir ein Plus von 1, 5 Prozent vorweisen, dahinter verbergen sich allein 3, 7 Millionen Übernachtungen in Pensionen und Hotels mit mehr als acht Betten.

Volksstimme : Gewiss ist diese Entwicklung eine Folge der Wirtschaftskrise. Viele Familien werden sich deswegen eher für den Harz als für Honolulu entschieden haben, um mal an einen früheren Werbespruch aus Ihrem Hause zu erinnern. Was erwarten Sie vom Tourismusjahr 2010 im Harz ?

Schmidt : Die aktuellen Schneelagen versprechen einen prima Start, der 3. KulturWinter belebt die Ferienzeit zusätzlich. Jetzt gilt es, die positive Entwicklung bei den Gästezahlen beizubehalten. Obwohl das für den Harz als beliebtes Kurzreiseziel eine weitere Herausforderung bedeutet, weil viele Feiertage aufs Wochenende fallen, Brückentage fehlen.