In zweifacher Hinsicht hat sich der Hasseröder Skat-Club beim gestrigen Finale um die 18. Harzer Skatmeisterschaft ausgezeichnet : Der Verein stellte mit Frank Winter einen überragenden Sieger und machte sich mit dem Turnierverlauf wieder mehr Freunde. So ist die Hoffnung von Vereinschef Ronald Heydecke, zur 19. Meisterschaft mehr als 157 Teilnehmer in Wernigerode begrüßen zu können, berechtigt.

Wernigerode. Er ballte die Faust und freute sich riesig : Frank Winter. Der 66-jährige Neu-Wernigeröder ließ sich als 18. Harzer Skatmeister feiern, gewann gleichzeitig den Pokal des Stadtchampions und die erste Serie. Seine Glanzleistung, für die am Ende 3676 Punkte zu Buche standen, komplettierte der Sieger mit Platz drei in der zweiten Serie.

Frank Winter, der vor eineinhalb Jahren von Staßfurt in die Harzstadt zog, heute noch im Köthener Verein in der Bundesliga-Mannschaft spielt und auch Mitglied im Hasseröder Skat-Club ist, sagte zu seinem Erfolgsrezept : " Klar ist es Routine und Können, doch ehrlich gesagt : Das Kartenglück war auch auf meiner Seite. " Anerkennend gratulierte Winter, der übrigens 2005 schon einmal Harzer Skatmeister wurde, dem Zweitplatzierten Heiko Milkert ( Börde Asse Wanzleben / 3286 Punkte ) und Drittplatzierten Fritz Kunz ( Herz Zehn Halle / 3277 ).

Kunz, der Ehrenpräsident des Landesskatverbandes ist, freute sich nicht nur über seine Platzierung. Der 76-Jährige : " Ich habe die Wernigeröder oftmals kritisiert, vor allem im Vorjahr, dass sie ihre Turniere verkomplizieren und so sehr in die Länge ziehen. Doch diesmal, Hut ab, sie sind von drei auf zwei Serien zurückgekehrt und haben alles echt gut gemeistert. "

Erleichterung auch beim Organisationsteam um Ronald Heydecke, der vor rund zehn Monaten zum neuen Vorsitzenden des Hasseröder Skat-Clubs gewählt wurde. Schon zur Begrüßung kündigte er an, " die Pannen vom Vorjahr sollen sich nicht wiederholen ". Sie seien aus seiner Sicht auch Grund dafür, dass zahlreiche Skatfreunde in diesem Jahr einen Bogen um Wernigerode gemacht haben und so nur ein Starterfeld von 157 Teilnehmern, darunter acht Frauen, erreicht wurde. Heydecke als Turnierleiter wie auch Kurt Schwarze als Auswertungschef spielten selbst nicht mit. So wurden die Skatfreunde für ihre fairen Partien an den Tischen mit einem insgesamt reibungslosen Ablauf belohnt.

Nachzutragen noch die Siegerin. Mit 2608 Zählern war Annelie Biermann nicht nur beste Frau, die 60-jährige Blankenburgerin hielt auch mit den Herren mit und belegte im Gesamtklassement Platz zwölf. Und ihr Erfolgsrezept : " Trainieren, trainieren. " Und dann fügte die ehemalige Wirtin hinzu : " Ich spiele einfach leidenschaftlich gern Skat. "