Wernigerode. Tiefdruckgebiet " Daisy " brachte viele Unbilden für Hauseigentümer und Kraftfahrer. Vor allem aber für die Feuerwehr.

Insgesamt 244 Mal mussten die örtlichen Feuerwehren seit den ersten Sturmböen und Schneeschauern vor einer Woche bis zu diesem Wochenende im Harzkreis ausrücken. Der Großteil dieser Alarmierungen, 217 Einsätze, betraf Baumbrüche : Umgefallene, manchmal auch umzufallen drohende Bäume an wichtigen Straßen. Spitzenreiter sind dabei die Feuerwehren Bad Suderode mit 26 Einsätzen wegen Baumbruchs, dann Thale ( 22 ) und Blankenburg ( 17 Einsätze ). auch Gernrode ( 14 Einsätze ) sowie Friedrichsbrunn und Hasselfelde ( je elf ) hatten wetterbedingt besonders viel zu tun. " Dabei sind wir für solche Einsätze gar nicht zuständig ", gibt Kreisbrandmeister Kai-Uwe Lohse zu bedenken. Wenn ein Baum den Straßenverkehr behindert, seien normalerweise die Forst und andere Waldeigentümer oder sogenannte Straßenbaulastträger, also oft die Kommunen zuständig.

" Es hat sich aber eingebürgert, dass dann immer gleich die Feuerwehr gerufen wird, die auch schnell vor Ort ist ", so Lohse weiter. Grund sei, dass die Kommunen keinen Dienst rund um die Uhr hätten und sich so gern auf die Feuerwehr verlassen würden. Das Problem, so Lohse : " Wenn die Kameraden für so viele Baumräumungen draußen sind und es wirklich einmal brennt, könnte die Anfahrt zum Brandherd etwas länger dauern. "