Schierke. " Ich stelle das Amt zum 31. Dezember zur Verfügung. "

Damit bestätigte Jochen Ermisch gestern auf Nachfrage seine bereits vor Wochen im internen Kreis geäußerte Entscheidung, nicht länger als Schierker Ortsbürgermeister fungieren zu wollen. Er lege allerdings Wert darauf, dass er nicht zurücktrete, sondern seine Legislaturperiode " frühzeitig beende ". Die Gründe dafür seien persönlicher Natur, auf die er öffentlich nicht näher eingehen werde. Ermisch : " Im Oktober waren es 35 Jahre, dass ich mich haupt- und nebenamtlich engagiere. Erst in Rübeland und dann in Schierke. " Kürzlich sei er zudem 60 Jahre alt geworden. Jochen Ermisch : " Ich stehe aber gern uneigennützig beratend zur Verfügung, wenn das gewünscht wird. " So u. a. im Falle potentieller Investoren für den Ort.

" Wir waren sehr überrascht, denn wir wussten nicht, dass es die letzte Sitzung mit ihm als Ortsbürgermeister ist ", erklärte seine Stellvertreterin Christiane Hopstock. Der Ortschaftsrat hatte sich am Montagabend zu seiner turnusmäßigen Beratung im Rathaus getroffen. Die Harzer Volksstimme war dazu übrigens bereits zum wiederholten Male nicht eingeladen worden.

Nachfolge bislang offen

Christiane Hopstock erklärte, dass sie ab 1. Januar zunächst kommissarisch das Amt von Ermisch übernehme. Sie und ihre fünf Kollegen im Ortschaftsrat müssten sich dann zügig auf einen Nachfolger verständigen. Ob sie dies sei, ließ die auch für die CDU im Wernigeröder Stadtrat vertretene Schierkerin offen. Christiane Hopstock : " Einer von uns wird es machen. "

Jochen Ermisch reagierte mit Unverständnis auf die scheinbare Ahnungslosigkeit seiner Kollegen. Der scheidende Ortschef : " Ich habe das doch am 26. Oktober im nicht öffentlichen Teil bekannt gegeben. " Da hätte jeder wissen müssen, dass das laut Plan seine letzte Sitzung als Amtsinhaber sei. Oberbürgermeister Peter Gaffert habe seinen Schritt damals im Übrigen akzeptiert.

Christiane Hopstock möchte Ermisch ungeachtet der jüngsten Entwicklungen trotzdem nicht einfach so ziehen lassen. Die stellvertretende Ortsbürgermeisterin : " Wir werden noch einen würdigeren Rahmen finden, um ihm Danke zu sagen. "