Harzgerode. In weihnachtlichem Lichterglanz präsentiert sich am kommenden Wochenende wieder das Städtchen Harzgerode.

In den Straßen und Gassen der romantischen Altstadt laden Vereine, Händler und Gewerbetreibende wieder zu ihren " Adventswegen " ein. Zwischen Marienkirche und Rathaus locken vielfältige Aktionen – mit Musik, Märchenrätsel, Stempelspiel, kulinarischen Delikatessen und einem ganz besonderen " Weihnachtsgeschenk ".

Wie Elke Schindler, Leiterin der Stadtinformation, mitteilte, wird erstmals und nur für zwei Tage der Nachlass von Prof. Wilhelm Otto präsentiert. Otto wurde am 15. Mai 1871 in Harzgerode geboren. Nach seiner Schul- und Jugendzeit absolvierte er eine Lehre als Modelleur im Mägdesprunger Eisenhüttenwerk. Sein Talent ermöglichte es ihm, an der Kunstgewerbeschule in Berlin weiterzulernen. Zuletzt lehrte er dort als Professor für Bildhauerei. Zahlreiche seiner Plastiken wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. Seine Enkelin konnte aber einen Teil seiner künstlerischen Hinterlassenschaft über die Jahre bewahren und entschloss sich, diesen Nachlass dem Kulturund Heimatbund Harzgerode zu schenken.

Für richtige Präsentation noch viel Arbeit nötig

Der Verein wird zu den " Adventswegen " die Harzgeröder und Gäste mit einer Sofortpräsentation überraschen. " Bis die Skulpturen, Gipsmodelle, Zeichnungen und persönlichen Schriften in ihrer Bedeutung richtig präsentiert werden können, muss aber noch viel Geld und Arbeit investiert werden ", so Elke Schindler.

Zu sehen sind die Werke Wilhelm Ottos deshalb nur am Sonnabend und Sonntag, 5. und 6. Dezember, ab 15 Uhr in der Heimatstube im Schloss Harzgerode.