Zahlreiche Besucher sind Sonnabendnachmittag zur mittlerweile zweiten Waldweihnacht der SETA in den Heers geströmt. Mehr als im Vorjahr, bemerkte die scheidende Geschäftsführerin Ute Reimann. Und die waren in der Mehrzahl begeistert. Bei vielen Mitarbeitern der SETA verband sich das vorweihnachtliche Treiben mit Wehmut über das Ausscheiden " ihrer " Chefin.

Börnecke. Mitten im Wald des Heers hat vorgestern die Waldweihnacht des gemeinnützigen Sozialorientierten Erwerbsbetriebes ( SETA ) zahlreiche Besucher angelockt – und das mittlerweile zum zweiten Mal.

Vor einem Jahr seien noch weniger Interessierte auf den Waldhof der SETA gepilgert, rechnete Ute Reimann, Geschäftsführerin der Gesellschaft, vor. Bereits um 12 Uhr, als die Tore zu der Veranstaltung geöffnet wurden, hätten rund 40 Gäste davor gewartet.

Ob nun zu Fuß, mit dem Auto oder dem Zug bis zum Haltepunkt Börnecke, Möglichkeiten zum Ort des Geschehens in den Wald zu gelangen, gab es einige. Wer erst einmal den alten Bahnhof erreicht hatte, konnte ganz bequem auf einen Shuttle-Transport umsteigen und sich zum Waldhof der SETA – der alten Baumschule – chauffieren lassen.

Dort angekommen, hatte das Team um Ute Reimann zahlreiche Attraktionen an den Start gebracht. Unter anderem begeisterte eine Gruppe junger Grundschüler aus Quedlinburg. Sie sangen weihnachtliche Lieder und waren sehr schnell von zahlreichen Menschen umringt. Auch die Mädchen der Voltigiergruppe des kürzlich gegründeten Pferdeund Naturfreundevereins zeigten ihr Können auf dem Rücken der Vierbeiner.

Zudem gab es auch Weihnachtsbasteln, Ponyreiten und Führungen durch den Naturlehrpfad auf dem Gelände. In einem Wagen konnten die Jüngsten ihre Backkenntnisse unter Beweis stellen und waschechte Weihnachtsplätzchen backen. Dazu bereiteten Gudrun Metz und Birgit Wilhelm für die Nachwuchsbäcker Teig vor und schoben die fertig ausgerollten und in Formen gepressten Plätzchen in den Ofen. Um die Wartezeit für die Kleinen bis zum ersten Biss in das eigene Gebäck zu versüßen, reichten ihnen die beiden SETA-Mitarbeiterinnen Schmalzgebäck.

Einer der Höhepunkte war zweifelsfrei der Besuch des Weihnachtsmannes. Gegen 15. 30 Uhr erschien der rot gekleidete Geselle auf dem Waldhof und nahm dort nicht nur die Wunschzettel der Kinder entgegen. Er teilte auch aus nicht Rutenschläge, sondern kleine Präsente.

Wer sich zwischendurch stärken wollte, für den hielten die Organisatoren vielfältige Leckereien bereit. Neben Bratwürsten, Glühwein, Kaffee, Kuchen und Kartoffelsuppe aus der Gulaschkanone steckten SETA-Mitarbeiter extra ein Schwein auf den Spieß und ließen es über offenem Feuer knusprig braten.

" Wir verabschieden auch Ute Reimann "

" Es gefällt uns hier gut ", berichteten Helga und Dieter Fischer aus Schönebeck. Beide seien zu einem Wochenendausflug in den Harz gekommen und hätten von der Waldweihnacht in der Volksstimme gelesen. Ebenfalls voll des Lobes über die Veranstaltung zeigte sich Andrea Zeidler aus Bernburg, die in Blankenburg geboren worden war.

Trotz der vorweihnachtlichen Freude schwang zumindest bei einigen SETA-Mitarbeitern ein Wehmutstropfen mit. " Wir verabschieden auch Ute Reimann ", sagte einer von ihnen, der ungenannt bleiben möchte. Und : " Wir hätten sie gern behalten ", brach er eine Lanze für " seine " Geschäftsführerin. Denn, wie am Sonnabend in der Volksstimme berichtet, habendieGesellschafter der SETA beschlossen, sich bei der Umstrukturierung der Gesellschaft und des Vereins " Brücke ", von Ute Reimann zu trennen.