Blankenburg. Ein besonderes " Weihnachtsgeschenk " hat vorgestern Blankenburgs Bürgermeister Hanns-Michael Noll aus den Händen von Robert Kühne entgegengenommen. Als Höhepunkt des festlichen Jahresabschlusses der Freiwilligen Feuerwehr Blankenburg überreichte Kühne als Vertreter des Feuerwehrvereins dem Stadtoberhaupt eine neue Wärmebildkamera – stilecht mit roter Schleife und Tannenzeig geschmückt. Der Feuerwehrverein ist ein Zusammenschluss zur Förderung der Blankenburger Brandbekämpfer.

Noll behielt das lang ersehnte Gerät nur wenige Sekunden in den Händen und übergab es sogleich an den ehemaligen Wehrleiter Dieter Fischbach, der den Abend für seinen abwesenden Nachfolger eröffnete. Den Grund dafür, warum die Kamera danach durch mehrere Hände ging, bis sie endlich bei den Einsatzkräften ankam, erläuterten Matthias Manschke und Christian Pestner so : Der Feuerwehrverein, dem die beiden Aktiven auch angehören, habe die Kamera erworben und könne diese nicht direkt an die Wehr weitergeben. So sei der " Umweg " über den Dienstherren der Kameraden, die Stadt Blankenburg in Person von Hanns-Michael Noll nötig geworden.

Die Idee, ein solches Gerät für die Brandschützer der Blütenstadt anzuschaffen, erläuterten Pestner und Manschke im Volkstimme-Gespräch, sei zum einen bei Pestner selbst sowie Robert Kühne bereits vor rund drei Jahren geboren – beide Initiatoren sind übrigens nicht nur aktive Wehrleute, sondern auch Mitglieder im Feuerwehrverein. Nun sei genügend Sponsorengeld zusammen gewesen, um die Kamera zu kaufen.

In Nordrhein-Westfalen hätten sich die dortigen Versicherungen zusammengetan und solche Geräte für die Wehren flächendeckend beschafft, erläuterte Manschke. So habe der Förderverein zuerst Versicherungen angesprochen. " Einige haben kein Interesse gezeigt ", fügte der Feuerwehrmann an. Und das beim Einsatz einer solchen Wärmbildkamera rund zehn Prozent weniger Brandund Löschschäden entstehen würden, rechnete Manschke vor. Grund dafür sei, dass die Brandbekämpfer damit effektiver löschen könnten.

Die Stadt habe Anfang des Jahres 5000 Euro für das Gerät zugesagt, dies aber aufgrund besonderer Ereignisse in Bezug auf die Gebietsreform wieder revidiert, sagte Manschke und lobte Noll : Dieser habe sich ins Zeug gelegt und nicht nur neue Sponsoren aufgetrieben- sondern auch bereits gewonnene überzeugt, mehr Geld zu geben.

Bei den insgesamt 16 Spendern wollen sich Vereinsmitglieder und Wehrleute Anfang nächsten Jahres gesondert bedanken.