Wernigerode / Schierke ( im ). Der Stadtrat soll morgen einer Vorlage für eine außerplanmäßige Ausgabe zum Verlustausgleich des Jahresfehlbetrages aus dem Wirtschaftsjahr 2008 des Kurbetriebes Schierke am Brocken zustimmen.

Diese Empfehlung gab der Hauptausschuss in seiner jüngsten Sitzung ab. Das Minus beläuft sich auf insgesamt 163 554, 93 Euro. Helmut Porsche ( Haus & Grund / FDP ) fragte nach, ob ein wesentlicher Teil dieser Summe aus dem erfolgreich eingeklagten Schadenersatz ( 86 000 Euro ) für die Kündigung des Walpurgis-Vertrages mit der Hamburger Veranstaltungsagentur von Mathias Wölk ( wir berichteten ) resultiert. Oberbürgermeister Peter Gaffert bestätigte dies, verwies dazu aber dann auf den internen Teil der Beratung.

Der Fraktionschef zeigte sich mit dieser Auskunft keineswegs zufrieden. Porsche wollte wissen, wer genau den Kontrakt aufgehoben hat. Hauptund Rechtsamtsleiter Rüdiger Dorff vermerkte daraufhin lediglich, dass Kurdirektor Dr. Rüdiger Ganske besagte Unterschrift geleistet hatte. Allerdings nicht im Alleingang. Durch eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern des Schierker Gemeinderates soll er dazu ermächtigt worden sein.

Für 2008 müssen die Wernigeröder nach dem Gerichtsurteil vom 3. November 2009 nun zunächst 56 000 Euro löhnen. Der Rest zuzüglich der Zinsen und Gerichtskosten wird für 2009 fällig.