Wernigerode. Johannes Pfützner sucht keine Konfrontation. Im Gegenteil, der 34-jährige Wernigeröder möchte Partner sein. Allein schon aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus ist dem Neu-Eigentümer des " Schanzenhauses " an einer Kooperation mit Verantwortlichen im Rathaus und den Mitgliedern des Wernigeröder Ski-Klubs sehr gelegen.

Das erklärte Pfützner im Volksstimme-Gespräch. Nach dem wochenlangen Hick-Hack und heftiger politischer Kontroverse im Stadtrat um diese Immobilie hat die Insolvenzverwaltung schließlich dem Makler aus der Stadt das Hotel im Zwölfmorgental verkauft ( Volksstimme berichtete ).

Pfützner : " Ich habe großen Respekt vor den Plänen des Oberbürgermeisters mit Jugendgästehaus und Ski-Nachwuchszentrum hier im Zwölfmorgental. Ob sich das Konzept von Peter Gaffert auch wirtschaftlich hätte umsetzen lassen, da habe ich allerdings meine Zweifel. " Egal, der Stadtrat hat den Schanzenhaus-Kauf abgelehnt und somit den Weg für den Immobilienhändler und Neu-Hotelier freigemacht.

Allein der Name des Hotels " Schanzenhaus " verdeutliche, man könne das touristische Areal nur gemeinsam mit den Sportanlagen nutzen, vermarkten, betreiben … Darum werde er in Kürze mit Wernigerodes Sportdezernent Andreas Heinrich die Möglichkeiten eines Miteinanders ausloten.

Investitionen in Fitnessund Wellnessangebote

Dabei einen Schritt weiter ist Johannes Pfützner bei den Mitgliedern des Ski-Klub Wernigerode. Aus Respekt vor den Leistungen der vielen Ehrenamtlichen, so der Hotelier, habe er die Mitgliedschaft beantragt. Gemeinsam wollen der Verein und das Schanzenhaus das Zwölfmorgental als Sport- und Wandergebiet weiterentwickeln und sich in den Angeboten ergänzen. Pfützner plant eine Kamera, die die Schneeverhältnisse auf der Piste zeigt, einen öffentlichen Rodelverleih und speziell für Mountainbiker eine Servicestation mit Flick- und Waschplatz zu schaffen. Ein für jedermann zugänglicher Abenteuerspielplatz für Kinder und ein neuer Zugang zur Restaurantterrasse gehören ebenso zu den Plänen. Pfützner zufolge plane er Investitionen von rund 100 000 Euro. Mit diesem Geld sollen auch die Fitness- und Wellnessangebote in dem 49-Zimmer-Haus verbessert werden. Gleichzeitig sichere dies die Arbeitsplätze der 17 Mitarbeiter, darunter neun Übernommene. Allerdings ist Bianka Görke nicht darunter, die Ex-Managerin habe bereits vor dem Hotelverkauf gekündigt.

Erfreut über die Initiative des neuen Schanzenhaus-Chefs zeigte sich Ski-Klub-Chef Peter Lösler : " Es gibt eine große Übereinstimmung dabei, das Zwölfmorgental zum attraktiven Sport- und Freizeitziel weiterzuentwickeln. "