Cattenstedts Vereine, Feuerwehr, Kindergarten und die Kirchengemeinde brachten am Sonnabend wieder ein ganzes Dorf auf die Bühne. An der Kirche wurde zum dritten Mal ein Weihnachtsmarkt veranstaltet – besonders zur Freude der kleinsten Dorfbewohner.

Cattenstedt. " Ih-ah !", " Wauwau !", " Miau !" und " Kikeriki !" schallte es am Sonnabend durch die Cattenstedter Kirche – ganz zur Freude Dutzender Kinder, deren Eltern und Großeltern. Zum dritten Mal überraschten Erzieher der Kindertagesstätte um Chefin Gudrun Lohl und engagierte Eltern die Besucher mit einem Märchenspiel. Diesmal brachten sie in selbstgebastelter Kulisse und in lustiger Kostümierung " Die Bremer Stadtmusikanten " auf die Bühne. " Es ist toll, dass sich immer wieder Eltern und Kollegen dafür finden. Viele sind ja schon gut erprobt ", freute sich Gudrun Lohl über das Engagement. Ein Opa – Erzähler Olaf Sperlich – war für die Aufführung sogar extra aus Potsdam angereist. Mit dem gemeinsamen Singen des Weihnachtsliedes " Sind die Lichter angezündet " fand das Märchenspiel in der Kirche einen festlichen Abschluss, während bei einsetzender Dämmerung auf der Wiese des Gotteshauses ein gemütliches Markttreiben hunderte Besucher anlockte.

Feuerwehr, Kirchengemeinde, die Gymnastikfrauen und viele mehr boten an ihren Ständen Glühwein, Würstchen, aber auch Handarbeiten und erlesene Leckereien an. So waren am Stand des Kindergartens die " beschwipsten Früchte " als Brotaufstrich der Renner. Beim Schützenverein gab es den legendären Schützentrunk und Schützeneintopf, während der Parforcejagd-Reitverein unter anderem Frösche aus recycelten Hufeisen anbot. ( Einer Legende nach sollen sie einst den Ort mit ihrem lautem Quaken vor großer Gefahr gerettet haben. ) Der Cattenstedter Spielmannszug sorgte mit weihnachtlichen Liedern und Melodien für die passende musikalische Umrahmung des Treibens.

Große Augen machten aber vor allem die jüngsten Besucher : Bei Kutschfahrten, Ponyreiten, Luftballonzielwerfen und Einigem mehr kamen sie voll auf ihre Kosten. Und wie Gudrun Lohl schon in der Kirche versprochen hatte, schaute sogar der Weihnachtsmann ( Helmut Völker ) mit einem prall gefüllten Sack vorbei.