Reddeber. Zum allerletzten Mal hat am Dienstagabend der Gemeinderat getagt. Von Wehmut keine Spur, im Gegenteil. Eher optimistisch würden die Ratsfrauen und -herren der Eingemeindung nach Wernigerode entgegenblicken, die zum 1. Januar erfolgt. Mit rund 870 Einwohnern sei Reddeber eine kleine Gemeinde, " die viel geschaffen hat und sich nicht verstecken muss ", betonte Reiner Oppermann. Der Bürgermeister nutzte die " historische " Zusammenkunft, um die Dinge Revue passieren zu lassen, die eine " gute Übergabe " von der Verwaltungsgemeinschaft

Nordharz an die Stadt Wernigerode garantieren würden. " Aus unserer Sicht haben wir alles ermöglicht ", sagte Oppermann und nannte als Beispiele die Sanierung der Kindertagesstätte und zahlreicher Straßen im Ort. In diesem Zusammenhang dankte er dem Bauausschuss, Rassegeflügelzüchter- und Schützenverein, der Feuerwehr und ortsansässigen Firmen. Aber auch dem Gemeinderat, der sich ohne Fraktions- und Parteidenken stets sachlich und im Interesse des Ortes engagiert habe.

Einstimmig votierte das Gremium für die Unterzeichnung der sogenannten Auseinandersetzungsvereinbarung zwischen den beiden Verwaltungen. In diesem Papier sind alle Vermögens- und Personalfragen sowie Aufgaben geregelt. So werden zwei Mitarbeiter in die Wernigeröder Stadverwaltung wechseln, wobei der offizielle Personalschlüssel 2, 8 betrage. Aus diesem Grund muss Wernigerode über vier Jahre einen Ausgleich von insgesamt rund 96 000 Euro an die Nordharz-Gemeinschaft zahlen, sagte Oppermann und fügte hinzu : " In die Ehe bringen wir aber auch Geld ein. Laut Einwohnerschlüssel bekommt die Stadt 2010 rund 14 000 Euro aus der Rücklage. " Und als eine " nette Geste " bezeichnete der Ortschef die Tatsache, dass die erste Dezernentenrunde im neuen Jahr nicht im Rathaus, sondern im Dorfgemeinschaftshaus in Reddeber stattfindet.