Das Weihnachtsfest 2009 werden die Mitglieder des Behindertenverbandes Blankenburg wohl so schnell nicht vergessen. Erst bekamen sie überraschend 850 Euro vom Talsperrenbetrieb gespendet, dann überraschte sie Bürgermeister Hanns-Michael Noll mit der Nachricht, dass ihr Verein ein neues Domizil für seine Treffs bekommen kann.

Blankenburg. Der Volksstimme-Beitrag über die Weihnachtsfeier des Behindertenverbandes Blankenburg, auf der Vereinschef Frank Graubaum seinen Mitstreitern verkünden musste, dass ihr wöchentlicher Treffpunkt im ehemaligen Postkinderheim bald nicht mehr zur Verfügung stehen wird, rief Bürgermeister Hanns-Michael Noll auf den Plan. " Er teilte mir mit, dass die Stadt das ehemalige Kirchengebäude an der Lühnergasse übernommen hat und es im kommenden Jahr zu einem Sozialen Zentrum aus- und umbauen werde ", schilderte Frank Graubaum den überraschenden Anruf. Aufgrund der aktuellen räumlichen Probleme des Vereins habe das Stadtoberhaupt kurzentschlossen angeboten, dass auch der Behindertenverband dort sein neues Zuhause finden sollte. " Diese Mitteilung war nicht nur für mich wie ein Weihnachtsgeschenk ", freute sich Graubaum, der sich im Namen aller Mitglieder für das Entgegenkommen der Stadt bedankt. " Eine große Hürde ist nun überwunden ", sagte er.

Um die Räume später rollstuhlgerecht nutzen zu können, werde der Verein die Bauarbeiten beratend begleiten. Nun hoffen die Mitglieder, dass aus diesem Weihnachtsgeschenk sogar noch ein Geburtstagsgeschenk wird : Denn im kommenden Jahr feiert der Behindertenverband bereits sein 20-jähriges Bestehen.

Neben dem neuen Domizil sind seit wenigen Tagen auch die Veranstaltungen für das kommende Jahr gesichert. Beatrice Hasler und Joachim Schimrosczyk vom Talperrenbetrieb des Landes überreichten jetzt einen Spendenscheck in Höhe von 850 Euro für die Vereinsarbeit. Das Geld stammt aus dem Erlös des " Tages der offenen Tür " im Sommer ( wir berichteten ). " Es ist dem Verein hoch anzurechnen, dass er sich so engagiert für die Menschen mit Behinderungen in der Region einsetzt ", erklärte Joachim Schimrosczyk. Deshalb unerstütze der Landesbetrieb gern diese Arbeit. Gleichzeitig bot er an, demnächst auch in einem Vortrag über das Talsperrensystem im Land zu informieren.