Mehrere hundert Interessierte nutzten den mittlerweile zweiten Tag der offenen Tür auf dem Gelände des künftigen " Freibades am Thie ", um sich über den Baufortschritt aus erster Hand informieren zu lassen. Hans-Joachim Schulze führte die Besucher herum.

Blankenburg. Hunderte Schaulustige haben sich am vergangenen Wochenende von Hans-Joachim Schulze und Klaus Dumeier zum Biobad auf den neuesten Stand bringen lassen.

Schulze hatte zum Tag der offenen Tür auf das Gelände des künftigen " Freibades am Thie " eingeladen. Bereits am Freitag vergangener Woche wurde das Richtfest für das Sanitärgebäude des Bades gefeiert.

Das Gebäude hat 300 Quadratmeter überbaute Fläche, erläuterte Schulze bei seinem Rundgang mit mehr als hundert Leuten über das Biobad-Gelände. Davon würden später rund 100 Quadratmeter für Duschen und WCs zur Verfügung stehen. Noch in diesem Jahr sollten auf dem Dach des Sanitärgebäudes neun Solarzellen angebracht werden. So ausgerüstet, schwärmte Schulze, sei es auf dem neuesten Stand der Technik.

Mit dem späteren Sprungturm habe es einige Probleme gegeben, gab Schulze einen Einblick. Aus diesem Grund würde in dieser Woche dafür noch ein großer Kran benötigt. Danach solle dann auch der Turm fertig sein. Im Winter und im Frühjahr werde dann auch der Kinderbereich aufgebaut werden.

Und noch eine Besonderheit verriet Schulze. Über den Kiosk sollten später einmal nicht nur die Badegäste versorgt werden können. Auch die Spaziergänger im angrenzenden Thiepark könnten sich dort ebenfalls kleine Leckerein kaufen.

Nach dem informativen " Ausflug " zu den Außenanlagen erläuterte Schulze, dass später einmal 15 Zentimeter unter den Stegen das Wasser stehen werde. Dort laufe das " verbauchte ", dreckige Nass dann auch ab. Das Frischwasser werde von unten zugeführt. Und : Für die Wasseraufbereitung komme keine Chemie zum Einsatz.

Insgesamt werde das Bad eine Wasserfläche von 2000 Quadratmeter aufweisen und eine Länge von 85 Metern haben. Im Kinderbereich des Beckens zeigte Schulze den Interessierten die behindertengerechte Zufahrtsrampe ins kühle Nass.

Genutzt werden könne das Gelände – übrigens ausgelegt für 1000 Besucher täglich – nicht nur im Sommer. Wenn es der Winter zulasse, sei auf der Wasserfläche auch Eislaufen möglich. Vielleicht, ließ er Hoffnungen unter den Besuchern aufkeimen, könne man in diesem Winter bereits mit Kufen über das Eis gleiten.

Auch zu den künftigen Eintrittspreisen gab Schulze schon einen Vorgeschmack. Kinder müssten dann 1, 50 Euro und Erwachsene 2 Euro berappen. Diese Preise " haben wir im Auge ", sagte er. Geöffnet sein solle das Biobad vom Hell- bis zum Dunkelwerden.

Wenn alles fertig sei, würden rund 1, 6 Millionen Euro ausgegeben sein, informierte Dumeier. 200 000 Euro würden zurzeit allerdings noch fehlen, um alles zu bezahlen. Aber, so Dumeier : " Keine Angst, wir werden bis Pfingsten fertig sein. " Bei den Kosten für den Betrieb des Bades sei von der Stadt noch ein Zuschuss von zirka 30 000 bis 40 000 Euro nötig. Im Vergleich führte er das Bad in Derenburg an, das nach seinen Worten 180 000 bis 200 000 Euro an Zuschuss benötige.

Zum Schluss gab Schulze noch eine Namensänderung bekannt. Das Bad werde nicht Biobad, sondern " Freibad am Thie " heißen. Er erläuterte, dass einige bei dem Namen Biobad geglaubt hätten, es werde nur ein Teich. Ebenso habe das Bad an dieser Stelle immer so geheißen.