Wernigerode. Noch vor dem Winter soll das Loipenhaus in Schierke an das niedersächsische Stromversorgungsnetzwerk angeschlossen werden. Kosten für die Stadt Wernigerode : 30 000 Euro, die als außerplanmäßige Ausgabe aus Haushaltsrücklagen entnommen werden. Dies hat Oberbürgermeister Peter Gaffert per Eilentscheidung veranlasst. Die Versorgungssituation des Loipenhauses sei " unsäglich ", erläuterte Gaffert während der jüngsten Sitzung des Stadtrates. 2007 unterhalb der Wurmbergschanze erbaut, hat das Haus keinen Elektroanschluss. Strom erhält das Gebäude durch einen dieselbetriebenen Generator. " Lärm und Abgase sind die Folge ", so das Stadtoberhaupt. " Und das in einem Naturschutzgebiet – zumal dieser Zustand auch nicht für das Image einer solchen Einrichtung spricht. " Da im Oberharz in Kürze mit dem Wintereinbruch zu rechnen sei, müsse man sofort handeln.

Die Begründung könne man nachvollziehen, " aber meine Fraktion missbilligt dies als Eilentscheidung des Oberbürgermeisters ", meldete sich Dieter Kabelitz ( Linke ) zu Wort. " Der Zustand des Loipenhauses ist schon seit Jahren so, deshalb hätten wir erwartet, dass über diese Entscheidung erst diskutiert wird. " Siegfried Siegel ( SPD ) entgegnete : " Eilentscheidungen fallen dann, wenn die Zeit knapp ist. Wollt ihr einen Oberbürgermeister, der agiert oder der reagiert ?" Probleme sollte man nicht aussitzen, sondern man sollte handeln, so Siegel.