Wernigerode. Am 3. August hatte die Sanierung des Hofes hinter dem Revierkommissariat begonnen. Gestern konnte am Nicolaiplatz sozusagen Vollzug gemeldet werden.

Gemeinsam mit Vertretern der Firmen und vom Landesbaubetrieb in Halberstadt ließ Klaus Jagemann die letzten Wochen Revue passieren. Der Dienststellenchef erinnerte an die alte marode und zum Teil für einen Kohlenbunker unterkellerte Holperpiste. Gerade dieser Bereich hatte nicht mehr betreten werden dürfen, denn es herrschte Einsturzgefahr. Als die Baggerschaufel sich in die Erde grub, so Jagemann, " war da Beton, wo keiner sein sollte ". Ein weiteres Problem : Sämtliche Versorgungsleitungen inklusive der Steuerung für den Altstadtkreisel durften bei den Arbeiten auf keinen Fall beschädigt werden.

Der Spitzenbeamte : " Wir haben uns so gefreut, weil an alles gedacht worden ist. " Jetzt finden sich auf dem gut 2000 Quadratmeter großen Gelände u. a. vierzehn Stellplätze, ein verlängerter Fahrradständer und eine runde Sitzbank mit einem Bäumchen in der Mitte. Klaus Jagemann lobte dafür alle Beteiligten : " Es wurde richtig angepackt und durchgezogen. " Besonders dankte er dem Rettungsdienst der Kreisverwaltung, wo ein Teil des Fuhrparkes sicher untergestellt werden konnte. Auch dem Ordnungsamt der Stadt Wernigerode galt die Anerkennung der uniformierten Kollegen. " Völlig unbürokratisch " wurde dafür gesorgt, dass die Streifenwagen rund um die Uhr auf dem Nicolaiplatz vor dem Revierkommissariat parken durften. Zur Belohnung für die überaus gelungene 200 000 Euro-Investition verteilte Klaus Jagemann schließlich noch Geschenke : Polizei-Teddys – die allerletzten in grüner Uniform.