Zur Veranstaltung der Freien Wählergemeinschaft in Hasselfelde zur Stadtratswahl Oberharz letzten Freitag, Ausgabe 13. November :

Als interessierter Bürger und selbst Kandidat für den Stadtrat der " Oberharzstadt am Brocken " habe ich an der in Presse und Rundfunk bekannt gemachten Veranstaltung in Hasselfelde zur bevorstehenden Kommunalwahl teilgenommen.

Lag es am Freitag, dem 13 ., dem ohnehin ein Negativimage anhaftet, dass die Bildung der neuen künftigen Stadt von den wenigen Anwesenden als großes Unglück empfunden wurde ?

Natürlich ist es für die Gemeinden des Oberharzes, ihre Bürgermeister und Gemeinschaftsverwaltungen kein leichter Weg, sich in wenigen Wochen in neuen Strukturen zu ÿnden. Natürlich können wir alle auch lautstark bedauern, dass uns die Landesregierung zu einem ungewollten Schritt zwingt. Natürlich können wir auch noch morgen nach dem Sinn des Zusammenschlusses fragen. Aber so, wie am Freitag, geht es nicht.

Es war zwar richtig, sich an diesem Abend zu verabreden, wie die Bürgerinnen und Bürger zu motivieren sind, zur Wahl zu gehen. Nur so kann schließlich erreicht werden, dass alle Teile der neuen Stadt im Stadtrat ausgewogen vertreten sind. Warum wurde aber ein so ehrenwertes und nachvollziehbares Argument von vielen der Redner mit einer Angstkampagne gegenüber einer Elbingeröder Übermacht begründet ? Wenn die Freie Wählergemeinschaft gerade dabei ist, als ihr Wahlziel zu formulieren, die Bürgerinnen und Bürger der Wahlbereiche I und II ( Benneckenstein und Hasselfelde + Umgebung - Red. ) gegen Elbingerode zu mobilisieren, möchte man ihnen zurufen : haltet ein ! So werden lediglich Gräben ausgehoben.

Auch wenn durch die Gemeindereform persönliche Verunsicherungen für Mitarbeiter der Verwaltungen auftreten. Man wird auch deren Probleme nicht lösen, wenn man sich in die Schmollecke setzt. Das ist keine ernsthafte Kommunalpolitik. Eine neue Gemeinschaft auf Augenhöhe kann nur entstehen, wenn wir das Verbindende suchen und uns Ziele benennen, die wir in der größeren Gemeinschaft erreichen wollen. Die Botschaft ist doch, dass wir uns nicht in Konkurrenz gegeneinander sondern im Wettbewerb mit den anderen Einheitsgemeinden des Harzkreises aufstellen müssen.

Holger Scharun,

Trautenstein