Wernigerode / Halberstadt

( pa ). Sichtlich stolz sind Mich-ael Werner, Betriebsleiter des Eigenbetriebs Rettungsdienst der Kreisverwaltung Harz in Wernigerode, und Kai-Uwe Lohse, Fahrdienstleiter des Unternehmens, auf den neuen Notarzteinsatzwagen. " Das ist schon ein schönes und modernes Fahrzeug, auch wenn ich schon ungefähr 50 solcher Übergaben hatte ", sagt Lohse. Der Kauf war notwendig geworden, nachdem das letzte Auto einen Totalschaden hatte. Der neue Volvo wird nun den Notärzten in Halberstadt zur Verfügung stehen. Im Dezember folgt ein zweites Fahrzeug für Wernigerode.

" Bisher ist dieses Auto in Deutschland einzigartig. Wir wissen von keinem anderen Rettungsfahrzeug dieses Typs ", betont Eckhard Heuck von dem Wernigeröder Autohaus, das die Wagen liefert. Ein ortsansässiger Betrieb für Kfz-Technik und ein Nachrichtentechnik-Unternehmen aus Quedlinburg haben den Volvo umgerüstet für den Rettungsdienst. " Wir wollten bewusst auf Firmen aus der Region setzen, statt sie bei einem Ausstatter zu kaufen. Das ist zudem recht günstig geworden, und wir können bei Problemen den Service vor Ort wahrnehmen ", so Betriebsleiter Werner. Einzige Ausnahme : " Der Innenausbau erfolgte bei einer Firma in Torun in Polen. Den hätte man hier nicht günstiger haben können ", erklärt Werner.

Der Wagen erhielt zudem diesmal eine normale Rotfarbe. " Bei den alten Fahrzeugen mussten wir bei einem Unfall jedes Mal eine neue Lackierung vornehmen lassen. Das wurde auf Dauer sehr teuer ", berichtet Kai-Uwe Lohse. Die Signalanlage setzt mehr auf Optik als auf Geräusche. " Studien haben gezeigt, dass einige Mitarbeiter von den Martinshörnern geschädigt wurden. Das kann hier nicht passieren, das sitzt im Motorraum und nicht auf dem Dach ", so Lohse weiter. Zudem wurden die Voraussetzungen zum Einbau des Digitalfunks geschaffen. Das neue Gefährt ist zudem höher gelegt. Werner : " Damit sind wir besser für den Einsatz im ländlichen Raum gerüstet. Wir können jetzt zu jeder Waldhütte fahren. "