Wernigerode. 15 Jahre Seniorenbeirat Wernigerode. Anlässlich dieses Jubiläums fand im Luthersaal ein kleines Fest statt – um den Jahrestag zu zelebrieren und auch, um sich gemeinsam zu erinnern.

Nach der musikalischen Einstimmung durch die Sängerinnen der Singgemeinschaft Steingrube 8 blickte Renate Schulze auf die Entwicklung des Seniorenbeirats zurück. Von den ersten Gesprächen mit Sozialamtsleiterin Christiane Paul bis zur Gründung des Vereins " Seniorenvertretung der Stadt Wernigerode " im Juni 2002. Ziel sei es gewesen, bei der Gestaltung der Stadt mitzuwirken – zum Wohle der mehr als 10 000 Wernigeröder, die 60 Jahre und älter sind. " Viel haben wir erreicht in den letzten 15 Jahren ", so die Chefin der Seniorenvertretung. " Zum Beispiel die Bildung einer Seniorengymnastikgruppe im Jahr 2002, die Ausrichtung des jährlichen Schwimm- und Fitnesstages, nicht zu vergessen die Organisation der Seniorentage, des ‚ Generationscafés ‘ und die Bemühungen um die Verbesserung des " Wohnens im Alter ‘".

Nicht nur für sportliche und soziale Belange setzte sich die Seniorenvertretung ein. Vor allem neue Bildungsangebote für die älteren Wernigeröder waren ein wichtiges Anliegen : so z. B. Kurse zum Umgang mit Handy, Computer und Internet, medizinische Vorträge im Harz-Klinikum oder auch die Zusammenarbeit mit der Hochschule Harz. " Unser Vorstand hatte schon lange überlegt, in welcher Form die Hochschule eingebunden werden könnte ", so Renate Schulze. Nach intensiven Gesprächen mit Rektor Armin Willingmann wurde im Mai 2007 schließlich die " GenerationenHochschule " aus der Taufe gehoben. Seither finden einmal monatlich Vorlesungen zu den unterschiedlichsten Themen statt, am Anfang noch vor 40 Teilnehmern in kleineren Hörsälen, inzwischen mit bis zu 300 Zuhörern im AudiMax in der Alten Papierfabrik. " Eine Erfolgsgeschichte ", fasste Renate Schulze zusammen. Die Kooperation mit der Hochschule werde zukünftig gar noch vertieft, kündigte sie an. So wollen Tourismusstudenten im kommenden Jahr Tagesfahrten für Senioren organisieren – mit der Vorbereitung auf Routen, Sehenswürdigkeiten und Stadtführungen.

" Viel gebe es noch zu berichten ", schloss Renate Schulze ihre Rede, nicht ohne noch den vielen Mitstreitern, der Stadtverwaltung, Betrieben und Institutionen für die fruchtbare Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren zu danken.

Oberbürgermeister Peter Gaffert bedankte sich im Gegenzug " für all das, was Sie getan haben, um das Gemeinwohl zu stärken ". Seine Verwaltung wolle die Aktivitäten der Seniorenvertretung auch in Zukunft unterstützen. Gaffert : " Es ist uns sehr wichtig, dass Sie sich auch in Zukunft aktiv ins Stadtleben einbringen. "