Benzingerode. Die nach der Demontage der Ampel im Wernigeröder Ortsteil geforderte " Insel " für Fußgänger ( wir berichteten ) nimmt Gestalt an.

" Dass das hier eine Großbaustelle geworden ist, war so nicht vorgesehen, " sagt Michael Müller. Der zuständige Planer erläutert : " Beim Schachten mussten wir feststellen, dass die Straße keinen Unterbau besitzt. " Der Landes-Baubetrieb in Halberstadt, hat deshalb entschieden, dieses Defizit zu beheben. Müller : " Dann ist hier in Benzingerode für die nächsten 30 Jahre Ruhe. "

Wegen der zusätzlichen Arbeiten zieht sich auch die Bauzeit in die Länge. Der Abschluss der am 14. September begonnenen Arbeiten wird jetzt für Mitte November avisiert. Positiver Effekt für die Benzingeröder dabei : Sie erhalten zusätzlich den lange gewünschten, aber bis dato fehlenden Fußweg. Der 140 Meter lange und 1, 50 Meter breite Abschnitt wird nach Vollendung der Fahrbahn in der nächsten Woche in Angriff genommen. Erst nach dessen Fertigstellung erfolgt der Einbau der Schwarzdecke. Die Gesamtbreite der alten B 6 in diesem Bereich wird deshalb laut Müller im Übrigen von 7, 50 Meter auf 6, 50 Meter verringert. Damit entspricht sie aber immer noch den gesetzlichen Vorgaben.

" Der Effekt ist eine Verkehrsberuhigung ", betont Jörg Völkel. Wernigerodes Bauamtsleiter wendet sich zugleich gegen neuerliche Debatten im Dorf um die Ampel. Völkel : " Sie ist weg und würde nie wieder errichtet werden. Diese Entscheidung wurde nicht von der Stadt gefällt, sondern durch die Harzer Kreisverwaltung. " Deshalb ist es aus seiner Sicht müßig, darüber nochmals zu diskutieren. Die mit 2, 50 Meter extra breit angelegte Querung biete laut Völkel " einen optimalen Schutz für Passanten ".

Dem pflichtet Siegfried K. Müller gern bei. Der Ortsbürgermeister : " Es war unser aller Bestreben, einen sicheren Übergang zu erhalten. " Darum hatte der alte Ortschaftsrat das einstimmig so beschlossen.

Bei gut 30 000 Euro wird der Anteil der Stadt liegen, informiert Jörg Völkel zu den Kosten. Wieviel nach der Erweiterung letztlich in das Vorhaben investiert werden muss, ist allerdings noch offen. Michael Müller : " Alles, was zwischen den Straßenborden passiert, ist Sache des Bundes. "