Brocken. Gleich drei Premieren für einen gestern symbolisch freigegebenen Wegeabschnitt : Die erste Dienstfahrt des frisch ernannten Umweltministers führte Hermann Onko Aeikens ( CDU ) von Magdeburg in den Harz. Für ihn ein Beweis dafür, dass Umweltund Naturschutz auch bei einem ausgewiesenen

Landwirtschaftsexperten wie er einer sei, weiter eine hohe Bedeutung besäßen. Und der einzige Nationalpark im Lande ohnehin, gehörte Aeikens schließlich zu den Architekten der intensiv ausgehandelten Fusion beider Harzer Schutzgebiete.

Der Nachfolger seines damaligen Verhandlungspartners Christian Eberl ist Stefan Birkner. Der aus Garbsen bei Hannover stammende FDP-Politiker bekannte gegenüber der Volksstimme, zum ersten Mal auf dem Brocken zu sein. Dass allein Sachsen-Anhalt für den rund 850 Meter langen Goetheweg 500 000 Euro gezahlt habe, obwohl vor allem Wanderer aus Niedersachsen diesen Brockenaufstieg wählten, daran stört sich der Staatssekretär nicht. Beide Partner des Nationalparks leisteten das Mögliche, um das Schutzgebiet weiter zu entwickeln. In diesem Fall habe Sachsen-Anhalt für den Wegeausbau auf seinem Hoheitsgebiet gezahlt, erklärte Birkner.

Nationalparkchef Andreas Pusch zeigte sich zufrieden darüber, dass mit dem neuen Weg eine große winterliche Gefahrenquelle beseitigt worden sei. Vorbei die Zeiten, dass Wanderer auf den Gleisen gegangen sind, weil der bisherige Goetheweg wegen Schneeverwehungen fast unpassierbar war. Und Michael Ermrich freute sich als Harzklubchef über einen intakten Wanderweg und eine handwerklich akkurate Arbeit der Baufirma.

Premiere Nummer drei reklamierte die Wernigeröder DRK-Bergwacht für sich : Sie konnte bereits am Dienstag auf dem neuen Goetheweg einen Wanderer bergen.