Einst waren Köhler arme Leute, die in Rauch und Schmutz emsig arbeiteten, um zu leben. Dabei konnte früher niemand ohne ihre Holzkohle Metall schmelzen. Heute wird Holzkohle nicht mehr soviel gebraucht, außer zum Grillen, und doch sind Köhler beliebter denn je. Das ist mit das Verdienst des Harzer Köhlervereins, der nun zehn Jahre besteht. Mancher Gast war platt, als er hörte, wie erfolgreich Köhler heute europaweit sind. Aber apropos platt : Schön plattdeutsch wurde zur Köhlerparty von den " Harzer Kramms " gesungen. Die Kindergruppe hat sich erholt, lebt und erhielt in Hasselfelde ganz starken Beifall. Vermutlich, weil im Oberharz mehr Leute platt verstehen als in Wernigerode. Die " Kramms " sollten öfter dort singen. Auch sie müssen ja emsig arbeiten, um ( künstlerisch ) zu leben.

Burkhard Falkner