Sorge / Braunlage ( jko / bfa ). Unübersehbar ist seit Sonnabend, dem Tag der deutschen Einheit, nun auch der Standort der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze zwischen Sorge und Braunlage gekennzeichnet. Vertreter der einst scheinbar auf immer getrennten Harzorte weihten an der B 242 ein großes Schild ein. Das Datum zum Ende der Teilung darauf könnte für Irritationen sorgen, weil die Grenze ja früher auf war. Die Freigabe der Straße erfolgte jedoch erst ein Jahr später, wurde begründet, weil die Bodebrücke wieder hergestellt werden mußte.

Die an der Warmen Bode auf der Seite von Sachsen-Anhalt platzierte Tafel ist eine der ersten in Sachsen-Anhalt überhaupt und Teil der sogenannten Brockenerklärung. Dabei hatten im Frühjahr 2007 der Bundesverkehrsminister und alle für den Verkehr in den ehemaligen " Grenzländern " zuständigen Minister und Senatoren verabredet, etwa 200 solcher Schilder gegen das Vergessen aufzustellen. Sie sollen an sämtlichen Straßen, die das Land heute wieder verbinden, an die Trennung erinnern, wie Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre damals auf dem Harzgipfel deutlich gemacht hatte und bei der Schildweihe jetzt erneut deutlich wurde : " Ich meine, die Wiedervereinigung war das Beste, was uns Deutschen passieren konnte ", sagte Sorges Bürgermeisterin Inge Winkel.

Im oberen Harz ist die Aufstellung von noch drei weiteren Schildern in Arbeit : am Jägerfleck, auf der Chaussee Hohegeiß-Benneckenstein und an der B 27 Elend-Braunlage.