Wernigerode ( pwr ). Der Förderverein des Philharmonischen Kammerorchesters Wernigerode heißt am Freitag, 30. Oktober, um 19. 30 Uhr das Publikum zum Start in eine neue Saison der Abonnement-Konzertreihe im Saal des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums,

Westernstraße, willkommen.

Die erste " Stunde der Klassik " ist zugleich eine Veranstaltung des Impuls-Festivals, das in Sachsen-Anhalt ausgerichtet wird. Es beschäftigt sich mit zeitgenössischer Orchestermusik und deren vorrangig aus der Region stammenden Schöpfern. Zum zweiten Mal schließen sich die sechs Orchester des Landes zusammen, um dieses Genre nach einem Gipfeltreffen der Dirigenten in den verschiedensten Konzertsälen zu präsentieren. Ein besonderes Hörerlebnis verspricht dabei das Violinkonzert des in Wernigerode geborenen Komponisten C. René Hirschfeld. Er wird selbst als Solist seines Werkes auf der Bühne stehen. Ebenso reizvolle Programmpunkte sind die Stücke " The snow has no voice " der gebürtigen Dessauerin Annette Schlünz und Bernard Herrmanns Suite aus Alfred Hitchcocks " Psycho ".

Mystisch bis zuletzt

Mystisch bleibt es mit zwei, eigentlich für Klavier komponierten Werken von Claude Debussy, die der Solokontrabassist des Philharmonischen Kammerorchesters, Andreas Nettels, für Orchester umgeschrieben hat. Als Kontrast erklingt im zweiten Teil des Konzertes die Sinfonie Nr. 60 von Joseph Haydn. Auch unter dem Namen " Il distratto - Der Zerstreute " bekannt, ist diese 1774 uraufgeführte Sinfonie ein gutes Beispiel für Haydns häufig angewandten keck-gewitzten Kompositionsstil.

Unter der Leitung von Musikdirektor Christian Fitzner und dem Impuls-Intendanten Hans Rotman als Moderator verspricht der Auftakt der Konzertreihe, eine abwechslungs- und aufschlussreiche " Stunde der Klassik " mit vielen neuen musikalischen Eindrücken zu werden.