Vom Ansturm waren offensichtlich sogar die Organisatoren überrascht. Über 500 Menschen feierten am Sonnabend im Museumshof " Ernst Koch " das Erntedankfest. An der Gestaltung hatten viele Silstedter mitgewirkt.

Silstedt. Als die 23 Ausflügler aus dem fränkischen Ansbach in ihrem Halberstädter Hotel vom Erntedankfest in Silstedt erfuhren, änderten sie am Sonnabend kurzerhand ihr Programm während der ganztägigen Ostharzrundfahrt. So erschienen sie gegen 15. 15 Uhr völlig überraschend mit ihrem Reisebus vor dem Museumshof " Ernst Koch " und wurden sogleich herzlich begrüßt.

Bürgermeister Karl-Heinz Mänz ließ es sich nicht nehmen, die Abordnung persönlich willkommen zu heißen. Der Busunternehmer Josef Baumgärtner seinerseits zeigte sich im Namen der Gäste hocherfreut, dass seine Gruppe so freundlich aufgenommen wurde. Die Begeisterung unter den Reiseteilnehmern kannte am Tag der Deutschen Einheit keine Grenzen mehr, als zum Abschied nach rund anderthalb Stunden mehrere Silstedter freundlich winkten, darunter Ortschaftsratsmitglied Jaqueline Kohlmann-Schäfer.

Nach Einschätzung der Organisatoren feierten reichlich 500 Menschen, Einheimische und Gäste, das Erntedankfest, mehr als offensichtlich erwartet. Denn während der besten Kaffeezeit waren die 15 hausgebackenen Kuchen bereits verkauft. Da es aber weitere Leckereien gab, wurde jeder satt. Dazu trugen beispielsweise die Kameraden der Silstedter Feuerwehr bei, die ihre Gulaschkanone ausreichend " gefüttert " hatten. Aber auch diese war kurz vor dem Ende des Festes leer.

Dank der rund zehn Helfer gab es ein buntes Programm, an dem Jung und Alt aus dem Wernigeröder Ortsteil und Umgebung mitwirkten. So ernteten nach dem Festgottesdienst und dem Auftritt des Schulchores sowie dem Beitrag des Spielmannszuges die jüngsten Silstedter ebenso viel Beifall wie der von Yvette Markovski geleitete Hobbychor. Für zünftige Musik beim Kaffeetrinken sorgte das Dardesheimer Orchester. Lob und Anerkennung gab es für die ausgestellte Landtechnik sowie die Präsentationen im Museumshof. Eltern, die sich mit ihren kleinen Kindern etwas vom Trubel zurückziehen wollten, konnten dank des sehr rührigen Fördervereins basteln. Höhepunkt des Tages war die Kür des Kartoffelkönigs. Gustav Koch, der eine selbst geerntete 628 Gramm schwere Kartoffel vorweisen konnte, wurde geehrt. Auch sein Kommentar zur Veranstaltung : " Ein rundum gelungenes Fest. "