Das Thema Familie hat sich wie ein roter Faden durch die 6. Regionale Fachtagung gezogen, zu der das Netzwerk " Life is my future " und die Kreisverwaltung in den Georgenhof eingeladen hatten. 87 Teilnehmer sorgten nicht nur für einen Rekordbesuch, sondern auch für durchweg positive Resonanz.

Blankenburg. " Die vier Workshops waren eine gute Mischung aus einem theoretischen Teil und praktischen Übungen, bei sehr hoher Qualität ", fasste ein zufriedener Organisationschef Maik König die Angebote für die 87 Teilnehmer aus Lehr- und sozialen Berufen zusammen. Besonders gut kam bei den Gästen aus dem gesamten Harzkreis, dem Mansfelder Land und sogar aus Halle / Saale an, dass ihnen Fachleute aus der Region und von der Basis Hilfestellungen und Anregungen für ihre tägliche Arbeit geben konnten.

Bereits im Vorfeld waren die Inhalte auf große Resonanz gestoßen. " Wir haben vielen Interessierten absagen müssen ", so Maik König. Für diejenigen, die am Mittwoch im Blankenburger Georgenhof nicht dabei sein konnten, werden die Ergebnisse der vier Workshops zeitnah auf der Internetseite des Netzwerks " Life is my future " veröffentlicht. Seinen besonderen Dank richtet König an die Referenten Antje Rumpf ( Therapieverbund Sucht ), Thomas Hänke ( Diakonie-Krankenhaus Elbingerode ), die Gleichstellungsbeauftragten Thekla Kamrad ( Harzkreis ) und Jana Diesener ( Wernigerode ), Heike Boks mit ihrem Team von der Wilhelm-Busch-Schule Wasserleben, Karin Dannheim von der Harzer Kreisvolkshochschule sowie Hanka Fiedler aus Halberstadt. Darüber hinaus richtete König ein Dankeschön an die Stiftung Georgenhof für die familiäre Betreuung.

Konkret behandelten die einzelnen Gruppen Themen wie " Burn out ", Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern, Autorität von Lehrern und die Frage " Wie familienfreundlich ist der Harzkreis ?". Speziell der Workshop über Kinder mit ADS bzw. ADHS-Syndrom zeigte, dass die Zeit zu kurz war, um dieses Thema umfassend zu beleuchten. Deshalb wird es wohl zur siebten Aufl age der Fachtagung im Oktober 2010 erneut auf dem Programm stehen.

Thekla Kamrad freute sich, dass die Workshop-Teilnehmer wirklich aus Neugier dabei waren und am Ende sagen konnten : " Wir haben unser Ziel erreicht ". In ihrer Arbeitsgruppe ging es speziell um die Familienfreundlichkeit des Harzkreises. Ihr gemeinsames Fazit : Es gibt bereits viele Initiativen und Projekte. " Wir fangen nicht bei Null an ", so die Gleichstellungsbeauftragte, die aber trotzdem noch Nachholbedarf sieht. So bei kinderfreundlicheren Innenstädten, flexiblerer Kinderbetreuung, bezahlbaren Kindergartenplätzen, Förderung von Kinder- und Jugendprojekten und geringeren Klassenstärken in den Schulen. Doch auch hier gelte : " Wir müssen die Familie in den Mittelpunkt rücken. "

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