Sie zieht 600 Meter lange Güterzüge mit Rübeländer Kalk und ist morgen eine der Stars beim Tag der offenen Tür der Havelländischen Eisenbahn AG : die Voith Maxima – die stärkste einmotorige Diesellok Europas.

Blankenburg. Die Herzen der Eisenbahnfans werden morgen höher schlagen, wenn die Havelländische Eisenbahn AG zum ersten Mal die Türen zu ihrem Betriebsteil am Blankenburger Platenberg für interessierte Besucher öffnet. Dort werden aber keine historischen Eisenbahnen gezeigt, sondern das Modernste, was die Privatbahn zu bieten hat.

Im wahrsten Sinn des Wortes das Zugpferd ist die nagelneue, rund 3, 5 Millionen Euro teure Voith Maxima. " Sie ist mit rund 5000 PS die stärkste einmotorige Diesellok Europas ", erklärt Betriebsleiter Dirk Brandenburg nicht ohne Stolz. Das Kraftpaket wird auf den Langstrecken zur Versorgung der Kraftwerke in der Lausitz eingesetzt und zieht 600 Meter lange und rund 3000 Tonnen schwere Güterzüge.

Neben dem neuen Flaggschiff der HVLE ist auch eine moderne Bombardier-Lok zu bestaunen, auf der Führerstandsfahrten angeboten werden. Der Tag der offenen Tür wird in Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr Blankenburg ausgerichtet, die neben ihrer Technik auch Aktionen für Kinder anbieten wird. " Der Erlös des Tages kommt voll und ganz der Feuerwehr zugute, die wir bei ihrer Sammlung für eine Wärmebildkamera unterstützen ", so Dirk Brandenburg, der ab 10 Uhr herzlich einlädt.

Die HVLE ist seit Juli 2005 in Blankenburg ansässig und wickelt von hier aus den kompletten Kalkverkehr der Fels-Werke ab. Im Jahr bewegen ihre Güterzüge rund 1, 8 Millionen Tonnen auf den Steilstrecken der Rübelandbahn bis zu den Kraftwerken Boxberg, Schwarze Pumpe und Jänschwalde sowie ins Stahlwerk nach Salzgitter. Direkt in Blankenburg sind 20 Servicemitarbeiter, Lokführer und Wagenmeister angestellt. In den vergangenen Jahren wurden die Gebäude der ehemaligen Bahnstrommeisterei komplett saniert, die Lokhalle vergrößert und eine Kranbahn für Reparaturen in Betrieb genommen. " Allein an diesem Standort haben wir rund 750 000 Euro investiert ", erklärt Dirk Brandenburg. Besonders stolz ist er darauf, dass alle Arbeiten an Firmen aus Blankenburg und Umgebung vergeben werden konnten.