Katastrophenschutzübung in Halberstadt : Rund 80 Mitglieder der DLRG aus Halberstadt und Benneckenstein, der Freiwilligen Feuerwehr Wegeleben sowie vom Arbeiter Samariter Bund ( ASB ) aus Thale haben am Halberstädter See ein Notfallszenario simuliert. Ihr Ziel : Das Zusammenspiel der Hilfsorganisationen zu harmonisieren.

Halberstadt. Ein schöner Sommertag am Halberstädter See. Die Badegäste liegen in der Sonne, gehen schwimmen, oder fahren mit dem Boot hinaus. Plötzlich ein unerwarteter Wetterumschwung. Zwei Blitze gehen nieder. Einer entfacht einen Waldbrand, der andere schlägt in den See ein. Das friedliche Freizeitidyll verwandelt sich im Handumdrehen in einen schrecklichen Alptraum mit Schwerverletzten, vermissten Personen und solchen, die in Panik geraten oder unter Schock stehen. Diese Situation wurde bei der Übung nachgestellt.

Übung plastischer als Theorie

Für die herbeieilenden Retter bedeutete dies, Ruhe bewahren, den Überblick über die Gesamtsituation gewinnen, um dann nach Absprache gezielte Schritte zur Rettung der Verletzten einzuleiten.

Während die schnelle Einsatzgruppe des ASB Thale rasch einen Behandlungsplatz einrichtete, in dem die Verletzten registriert und behandelt wurden, suchten die Taucher der Wasserrettung bereits den See nach gekenterten Bootstouristen ab. Als besonders tückisch erwies sich, dass der Waldbrand nur über das Wasser zu erreichen war. Doch auch diese Hürde konnte von den ehrenamtlichen Rettern genommen werden.

Die Übungsleiter Mathias Becker und Norman Wartmann von der DLRG Halberstadt hatten das Notfallszenario entwickelt, an dem auch die leitende Notärztin des Harzkreises teilnahm. " Bei dieser Übung ging es uns darum, das Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzkräfte zu optimieren ", erklärte Mathias Becker. Dafür interessierten sich auch die Mitarbeiter des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz der Kreisverwaltung, die die Alarmierungszeiten der Einsatzkräfte überprüften.

War aufregend, hier mitzuwirken

Nach Ende des aufwändigen Einsatzes zeigten sich die leitenden Funktionäre und auch die Helferinnen und Helfer mit dem Ablauf zufrieden. " Die Übung ist erheblich plastischer als die Theorie und vermittelt daher ein beinahe authentisches Gefühl wie beim wirklichen Einsatz ", befand Ullrich Scherzer von der DLRG aus Benneckenstein, der besonders die Zusammenarbeit mit der Wegelebener Feuerwehr lobte. " Bis auf ein paar kleinere technische Probleme hat alles reibungslos funktioniert ", schätzte Ronald Danker, Zugführer der DLRG Benneckenstein, ein. " Es war aufregend und spannend, hier mitzuwirken. Ich denke, dass allen Beteiligten klar geworden ist, dass wir für größere Schadensereignisse gut gerüstet