Die Bauarbeiten an der Ganztagsschule " Burgbreite " haben gestern begonnen. Für 701 000 Euro werden die Fassade saniert und der Schulhof umgestaltet. Die Arbeiten werden das ganze Schuljahr dauern.

Wernigerode. Das Gerüst steht bereits seit Anfang der Woche. Gestern war nun Baustart an der Sekundarschule " Burgbreite ". Die Außenfassade wird gedämmt, verputzt und dann gestrichen. Auch der Schulhof wird neu gestaltet.

Endlich – wenn es nach Schulleiter Wolfgang Kirst geht. Zwei Jahre sind seit dem aufwändigen Umbau vergangen. Für zwei Millionen Euro aus dem Fördertopf der Bundesregierung und einem Zuschuss der Kreisverwaltung wurde die Wernigeröder Ganztagsschule seinerzeit saniert. Von innen. Die Fassade des 1974 erbauten Gebäudes und der Schulhof blieben von den Arbeiten unberührt. Auf den nächsten Bauabschnitt warteten Schüler wie Lehrer vergeblich.

Im März dieses Jahres wandte sich Schulleiter Kirst schließlich an die Öffentlichkeit. " Ich habe das Stillhalten satt ", sagte er der Volksstimme damals. " Noch immer gibt es keine Informationen, wann das Bauprojekt beendet wird. " Von der Kreisverwaltung als Schulträger werde er nur vertröstet. Dabei war die Sanierung der Außenhaut mehr als notwendig. Die Fassade bot nicht nur einen hässlichen Anblick, gleichzeitig drang Nässe in das Gebäude ein, weil die alte Drainage defekt war. Kirsts Appell in der Volksstimme zeigte Wirkung. Im Mai beschloss der Kreistag, dass die " Burgbreite " -Schule für die geplante Sanierung 701 000 Euro aus dem Konjunkturpaket II erhält.

" Das war schon ein Stück Glück ", freut sich Wolfgang Kirst jetzt. Mit Bauleiter Sven Ungethüm und Architektin Veronika Roth ist das gleiche Team wie schon bei der Innengestaltung der Schule mit den Bauarbeiten betraut – ein eingespieltes Duo also. Auch die Schüler selbst sind mit eingebunden. So habe der Schülerrat alle Mädchen und Jungen aufgerufen, Entwürfe für den Umbau des Schulhofes zu malen. " Ich bin gespannt, was da ’rauskommt ", sagt Kirst und hofft, dass viele ihrer Ideen umgesetzt werden. Zudem hängen im Foyer Pläne aus, die über die neue Farbgestaltung informieren. " Damit alle wissen, wie ihre Schule später aussieht. " Beim Anstrich werden die Farben des Innenbereiches aufgegriffen. Die Westfassade sollen bald das Schullogo, ein Tintenklecks, und der Schriftzug " Ganztagsschule Burgbreite " schmücken – in knalligem Orange. Außerdem sei ein behindertengerechter Eingang geplant.

Und wie harmonisieren der Unterricht und die Bauarbeiten, die das ganze Schuljahr dauern werden, miteinander ? " Gebohrt wird hauptsächlich in den Pausen ", so Kirst. " Ansonsten müssen wir uns an den Gedanken gewöhnen, dass ab und zu ein Bauarbeiter durchs Fenster guckt. Das nehmen wir aber gern in Kauf. " Übrigens