Lückenschluss zwischen den beiden Bauabschnitten auf dem Goetheweg. Die Modernisierungsarbeiten auf dem beliebten Brockenaufstieg dauern noch bis Mitte Oktober an. Für 500 000 Euro wird der Wanderweg für Bergbesucher wintersicher gemacht.

Schierke. Weite Sicht auf die Harzer Berglandschaft, das Schnaufen der Schmalspurbahn und ein atemberaubender Blick hinauf zum höchsten Harzgipfel – dem Brocken. Wenn es nach den Bauarbeitern auf dem Goetheweg geht, ist ihr derzeitiger Arbeitsort die wohl schönste Baustelle der Welt. Seit Anfang Juni sind sechs Mitarbeiter einer Hasselfelder Firma hier im Einsatz.

" Der beliebte Wanderweg wird zwischen dem früheren Goethebahnhof und dem Abzweig zur Brockenstraße auf 2150 Metern modernisiert ", erläutert Nationalparkchef Andreas Pusch. Dieser Tage wurde der Lückenschluss zwischen dem bereits 2008 fertiggestellten ersten und dem zweiten Bauabschnitt geschafft. " Läuft alles nach Plan, sind wir Mitte Oktober fertig. " Gut 500 000 Euro kostet die Sanierung das Land Sachsen-Anhalt. Geld, das laut Pusch gut angelegt ist.

Seit Jahren hatten der Harzklub und auch viele Wanderer einen sicheren Aufstieg zum Brocken gefordert. Im Winter war der schmale Pfad oft unpassierbar, weil er nicht vom Schnee geräumt werden konnte. Die überfrorenen Holzstege waren eine zusätzliche Unfallquelle für Bergbesucher, die oft ihren Weg auf den Gleisen der Brockenbahn, die parallel zur Wanderstrecke verlaufen, fortsetzten. Eine gefährliche Alternative, so der Nationalparkleiter, und ein Wunder, dass bisher noch nichts passiert sei.

Auf einer Breite von drei Meter ausgebaut, wird der Goetheweg zukünftig durchgängig befahrbar sein. " Natürlich wollen wir ihn nicht als Forststraße benutzen ", versichert Pusch. " Lediglich Rettungsfahrzeuge und Schneeräumgeräte dürfen den Weg passieren, ansonsten ist er ausschließlich den Wanderern vorbehalten. "

Viel Wert wurde darauf gelegt, dass sich der modernisierte Brockenaufstieg an die landschaftlichen Gegebenheiten anpasst, informiert Steffi e Schneemilch vom beauftragten Sorger Ingenieurbüro. " Der Streckenverlauf wurde beibehalten, die Stützmauer mit Granitsteinen aus der Region bestückt, das Moor, das von dem Weg gekreuzt wird, nicht abgetragen, sondern mit Geovlies stabilisiert und verfestigt. " Auch Goethe, der Namensgeber, hätte sicherlich seine Freude daran gehabt. Übrigens