Tummelten sich während des Altstadtfestes vor vierzehn Tagen viele Touristen an den Ständen rund um den Markt, blieben die Stadtfeld-Bewohner während ihrer Feier jetzt weitgehend unter sich. Dafür lernten sich einige dort lebende Bewohner kennen. Andere nutzten die beiden Tage, um mit ihren eigenen Talenten anderen Freude zu bereiten.

Wernigerode. Bereits zum zehnten Mal feierten die Bewohner des Wohnviertels Stadtfeld ein buntes Fest, das viele Partner vorbereiten halfen. Diesmal standen die beiden benachbarten Kindertagesstätten " Löwenzahn " und " Pusteblume " besonders im Blickfeld, begingen sie doch am Sonnabend gemeinsam ihren 25. Geburtstag.

Dieses Jubiläum nahm Oberbürgermeister Peter Gaffert zum Auftakt der Feierlichkeiten zum Anlass, den Mädchen und Jungen der " Pusteblume " im Namen der Stadt ein " Trombolin " zu schenken, während " Löwenzahn " zunächst symbolisch einen Abenteuertunnel mit Brücke erhielt. Dieses Spielgerät soll in den nächsten Tagen aufgestellt werden. Beide Einrichtungen hatten gemeinsam eine interessante, die eigene Entwicklung darstellende Ausstellung zusammengetragen. Für diese Fleißarbeit gab es herzliche Dankesworte von etlichen der Besucher. An der Gestaltung mitzuwirken, war auch für Erzieherin Marie Potschka Ehrensache, besuchte sie doch als Kind im Jahr 1984 selbst die Kindertagesstätte. Zum Gelingen des Jubiläumsfestes hatten viele Partner beigetragen, von der Feuerwehr über die Stadtjugendpflege bis zum Internationalen Bund.

Bereits am Freitag wurde zünftig gefeiert, besonders auch Dank der Initiative von Fest-Mitinitiator Thomas Schicker. Er sorgte mit dafür, dass junge Talente der Yamaha-Musikschule die Senioren erfreuten. Ob mit Tanzmusik oder Darbietungen der Gruppe, die Maria Heinrich leitet. Für Kaffee und Kuchen war auch gesorgt, so dass nicht nur die Senioren, die im Heim betreut werden, schnell in Stimmung gerieten. Eingeladen waren ebenfalls Angehörige und ältere Stadtfeldbewohner, die viel Freude an dem bunten Nachmittag in dem Haus in der Ernst-Pörner-Straße hatten.

Der Abend stand ganz im Zeichen der Stadtfeld-Jugend. Für Benedict Becker ( 16 ) beispielsweise war es ein Erlebnis, unmittelbar vor der Haustür Nachwuchsbands zu erleben. Marie Gerlach ( 15 ), die erst seit drei Wochen in diesem Wohngebiet zu Hause ist, bot das Fest eine günstige Gelegenheit, um sich dort einzuleben.

Die Möglichkeit, sich vor einem größeren Publikum präsentieren zu können, bereitete den Musikern sichtlich Freude. Viel Applaus bestätigte den jungen Akteuren, dass sie mit ihren Liedern den Nerv der Zuhörer trafen.