Wernigerode ( is ). Spielsachen aus aller Welt sind ab dem morgigen Mittwoch im Wernigeröder Harzmuseum zu sehen. In seiner Wanderausstellung " WeltSpielZeug " zeigt das Kinderhilfswerk " Plan " erstmals im Harz selbst gebasteltes Spielzeug aus Asien, Afrika und Lateinamerika. Rund 250 fantasievolle Exponate hat " Plan " in 30 Entwicklungsländern zusammengetragen – darunter Blätter-Puppen, Dosen-Flugzeuge und Papp-Radios.

Mädchen und Jungen haben die Spielsachen mit großem Geschick aus Reststoffen gefertigt. In vielen Ländern haben Familien nicht genügend Geld, um industriell gefertigte Spielwaren zu kaufen. Kinder machen sich dort ihre Spielsachen selbst. Die gebastelten Sachen zeigen die überwältigende Kreativität der jungen Tüftler. Sie zeugen aber auch von der Armut in den Herkunftsregionen.

" Plan " setzt sich dort mit Selbsthilfeprojekten für eine nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation der Mädchen und Jungen ein. Das Kinderhilfswerk realisiert die Projekte gemeinsam mit den Gemeindemitgliedern – also auch den Kindern.

Das Harzmuseum hat ein Begleitprogramm für die Dauer der Ausstellung vorbereitet. So können die kleinen Besucher selbst Spielzeug aus Reststoffen fertigen.

Bei der feierlichen Eröffnungsveranstaltung morgen ab 11 Uhr im Rathaus wirken Grundschüler aus Wernigerode mit. Nach den Grußworten von Oberbürgermeister Peter Gaffert und Silvia Lisowski, Leiterin des Harzmuseums, hält Petra Gummert vom Kinderhilfswerk einen Vortrag zum Thema " Maclean in Malawi – Zu Besuch beim Patenkind ".

Die Ausstellung " Welt-Spiel-Zeug – Spielzeugkreationen aus Asien, Afrika und Lateinamerika " ist bis 17. Januar 2010 im Harzmuseum, Klint 10, zu sehen.