Schierke. Stimmungsvoll ging es am Sonnabend auf der Wiese an der Quesenbank vor den Toren Schierkes zu. Die Neu-Wernigeröder feierten ihren traditionellen Kuhball.

Mit einem Umzug vom Rathaus zur Quesenbank begann das muntere Treiben um 11 Uhr. Nur wenig später hatten sich etwa 200 Besucher auf dem Festgelände eingefunden. Sie staunten nicht schlecht, als sie beim Anmarsch anstatt der erhofften Harzkühe zunächst eine Schafherde weiden sahen. Doch beim zweiten Hingucken entdeckten sie auch zwei Kühe. Diese wurden nach den Worten von Roswitha Ermisch, Mitarbeiterin der Kurverwaltung, vom Brockenbauern Uwe Thielecke aus Tanne geliehen. Dessen Töchter Sarah und Julia betreuten Kuhmama " Sissy " und ihr erst 14 Tage altes Kälbchen " Sophia ". " Leider konnten wir nicht mehr Tiere hierherbringen, denn viele unserer Kühe werden in den nächsten Tagen kalben ", bat Sarah Thielecke um Verständnis. Aber sie verwies auf das nächste Jahr. Dann hat Brockenbauer Thielecke für seine Herde des " Roten Höhenviehs " jene Wiese an der Quesenbank gepachtet, auf der sich diesmal noch die Schafe tummelten. Kühe soll es zum Kuhball 2010 also in Hülle und Fülle geben.

Die beiden Kühe waren die Stars des Balls. Vor allem Kälbchen " Sophia " sorgte immer wieder für Unruhe bei ihrer Mutter und den Besuchern, so u. a. als sie sich unter dem Zaun hindurch unverhofft in den nahen Wald verabschiedete.

Auch für musikalische Unterhaltung wurde beim Fest gesorgt. Nach dem Auftakt durch ein Jagdhornbläser-Ensemble sorgten das " Harzwaldecho " und später die " Ellricher Musikanten " für ausgelassene Stimmung. DerZaubererChristof Lauer aus Königshütte unterhielt zudem die Kinder mit seinem Programm.