Mit einer Broschüre wollen die drei evangelisch-lutherischen Kirchen der Region gemeinsam auf die wichtigsten Veranstaltungen zu 20 Jahre Grenzöffnung im Harz hinweisen. Darin sind allerdings nur die wichtigen Termine zu finden. Ein Höhepunkt ist sicherlich der ökumenische Gottesdienst am 11. November.

Stapelburg / Eckertal. Mit Konzerten, Ausstellungen, Filmvorführungen und nicht zuletzt Gottesdiensten wollen die drei evangelisch-lutherischen Kirchen im Harz gemeinsam dem 20. Jahrestag der Maueröffnung in der Region gedenken. Um die Vielfalt der Veranstaltungen zu diesem besonderen Termin darzustellen, haben die Propstei Bad Harzburg sowie die beiden Kirchenkreise Halberstadt und Ballenstedt eine Broschüre herausgegeben – mit einer Auflage von rund 5000 Exemplaren.

Einer der Höhepunkte der Reihe ist sicherlich der ökumenische Gottesdienst im Zelt am Grenzdenkmal in Stapelburg. Dort wollen am 11. November, dem Tag der Grenzöffnung an dieser Stelle, Pröpstin Katharina Meyer aus Bad Harzburg, und Daniel Keiling, Pfarrer in Stapelburg, Veckenstedt, Abbenrode und Schmatzfeld, gemeinsam die Predigt halten. Eingeladen sei dazu auch ein " hochkarätiger Redner ", wie Keiling bei der Vorstellung der Broschüre verriet. Wer dies aber sei, wollte der Geistliche noch nicht sagen. Ebenfalls der Beginn dieses besonderen Gottesdienstes, um 16 Uhr ist bewusst gewählt. Er markiere die Stunde, in der die Grenze an dem Tag vor 20 Jahren zwischen Stapelburg und Eckertal geöffnet wurde, steht es im Programmheft geschrieben. Daneben finden sich in der Broschüre 23 weitere Veranstaltungen zwischen Hoym, Blankenburg, Osterwieck und Bad Harzburg.

Damit seien nur die wichtigsten Termine zusammengefasst worden, erläuterte die Pröpstin. Und die bildeten gerade einmal ein Drittel aller Veranstaltungen anlässlich der Grenzöffnung. Alle weiteren seien zusätzlich auf den Internetseiten der drei beteiligten Landeskirchen Braunschweig, Mitteldeutschland und Anhalt sowie bei der Propstei Bad Harzburg, Telefon ( 0 53 22 ) 25 01, dem Kirchenkreis Halberstadt, Telefon ( 0 39 41 ) 57 17 38, und dem Kirchenkreis Ballenstedt, Telefon ( 03 94 84 ) 7 45 78, zu erfahren.

" In fast jedem Seelsorgegespräch geht es auch um die Grenze ", hob Keiling das noch immer wichtige Thema hervor. " Sie hat die Biografien der Menschen bewegt. " Kirchlichkeit sei vom System gezielt zerstört worden – das präge die Leute noch heute. Katharina Meyer hob in diesem Zusammenhang hervor, dass in " ihrer " Propstei Ost und West zusammenwüchsen. Vor 17 Jahren, betonte sie, sei der alte Blankenburger Teil wieder hinzugekommen. Meyer : " Wir sind eins geworden. " Und : " Wir haben gewonnen. " Nämlich, setzte die Pröpstin fort, sehr engagierte Leute, die neue Sichtweisen ein- und neue Lösungswege mitbringen.

Mit der Programmbroschüre zur Grenzöffnung sind die drei Kirchenkreise ebenfalls neue Wege gegangen. Denn, so die Bad Harzburger Pröpstin, die Zusammenarbeit zwischen den Dreien sei die erste nach knapp fünf Jahren. Dittrich : " Das war keine Eintagsfliege. Es geht weiter. " Ein konkretes Folgeprojekt gebe es aber noch nicht. Zuerst müsse die Nachfolge für den ehemaligen Halberstädter Superintendenten Christoph Hackbeil geregelt sein. Auf die Idee, gemeinsam ein solches Heft herauszugeben, seien Meyer, Jürgen Dittrich, Kreisoberpfarrer des Kirchenkreises Ballenstedt, sowie der damalige Superintendent in Halberstadt, Christoph Hackbeil, übrigens im Juni dieses Jahres bei einem Gespräch gestoßen, erläuterte Dittrich.

Die Broschüre soll es in den Gemeinden der drei beteiligten Kirchenkreise sowie in den Tourist-Informationen der größeren Orte geben.