Als Reaktion auf " Sprung ins kalte Wasser, aber auf sicheres Land ", Volksstimme vom 6. August, sandte Heinz Sallier folgende Zuschrift :

In meiner Position als Kreishandwerksmeister möchte ich stellvertretend für die Kreishandwerkerschaft des ehemaligen Kreises Wernigerode eine Stellungnahme zum genannten Artikel veröffentlichen.

Als Kreishandwerksmeister freut es mich, dass Herr Gaffert sich gut in sein Amt als Oberbürgermeister eingelebt hat. Was ich allerdings nicht verstehe ist, dass er seit seinem Amtsantritt bei jeder Gelegenheit die Handwerkerschaft außer Acht gelassen hat.

Das Handwerk im ehemaligen Landkreis Wernigerode besteht zurzeit aus 1 110 Betrieben mit etwa 5 180 Beschäftigten. Im Jahr 2008 wurden 147 Auszubildende beschäftigt und auf ihre künftige Rolle als qualifizierte Handwerker vorbereitet.

Der Kreis und die Stadt Wernigerode leben von unserem Handwerk. Hier nur ein Beispiel : Die zahlreichen Touristen besuchen uns nicht, um sich die Großbetriebe der Industriegebiete anzusehen, sondern um den Charme einer wunderschönen Stadt zu erleben. Eine Stadt die in ihrer Geschichte nicht immer Großbetriebe beheimatet hat, wohl aber das Handwerk.

Laden zu Gespräch ein

Dieser Aspekt, genau wie das Handwerk allgemein, wurde von Herrn Oberbürgermeister Gaffert bislang noch nie angesprochen.

Es steht außer Frage, dass große Betriebe mit Hunderten von Beschäftigten überaus wichtig für unsere Stadt sind, dennoch darf man keinesfalls die kleinen Betriebe vergessen. Erst die Produkte und Dienstleistungen des Handwerks und die Steuerzahlungen unserer Betriebe ermöglichen es Wernigerode, wirklich die " bunte Stadt am Harz " zu sein.

Die Handwerkerschaft steht für Beständigkeit. Unsere Produktion kann nicht ins Ausland ausgelagert werden. Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bleiben unsere Betriebe in der Heimat. Das sind wir schon unserer Kundschaft schuldig.

Wir Handwerker würden uns über ein persönliches Gespräch mit Herrn Oberbürgermeister Gaffert freuen und laden ihn hiermit herzlich in die Räume unserer Kreishandwerkerschaft in Wernigerode ein.