Wernigerode. Besondere Bauten öffnen auch in diesem Jahr am zweiten Donnerstag im September wieder ihre Pforten zum Tag des offenen Denkmals. Dieser wird aktuell unter dem Motto " Historische Orte des Genusses " begangen.

Mit dabei am 13. September ist auch das seit 1905 familiengeführte Wernigeröder " Hotel zur Post ". In dritter Generation betrieb Rosemarie Schäfer gemeinsam mit ihrem Mann Ernst das Haus mit Restaurant in der Marktstraße 17. Heute leitet die 74-jährige noch immer den Küchenbetrieb. Seit 1996 ist Tochter Bettina Schäfer Inhaberin und Pächterin des Familienbesitzes.

" Wenn wir am Tag des offenen Denkmals öffnen, wird es vor allem um die Geschichte des Hauses gehen ", sagt Rosemarie Schäfer. Dafür werde sie Fotografen und andere Unterlagen präsentieren, die die Entwicklung des Fachwerkgemäuers dokumentieren sollen, aber auch Geschichten über die Personen, die hier lebten oder als Hotelgäste anreisten und abfuhren. " Wenn diese Wände reden könnten, hätten sie allerhand zu erzählen. Das werde ich stattdessen übernehmen ", scherzt die Wernigeröderin. Die Familiensammlung mit Dokumenten, wie alten Briefen, Fotos und Hotelpapieren dürfte eine wahre Fundgrube für geschichtsinteressierte Besucher sein.

Ein extra Tagesmenü aus Oma Assmanns Küche ist ebenfalls als besonderer Genuss, passend zum Thema des diesjährigen Tages des offenen Denkmals, geplant.

Minna und Wilhelm Assmann waren die Großeltern von Rosemarie Schäfer. Sie übernahmen das Hotel als Alleininhaber Anfang des 20. Jahrhunderts. " Es wird hausgemachte Gehacktesstippe und Forelle blau geben, so wie meine Oma sie früher hier als Küchenchef n zubereitet hat ", verrät Rosemarie Schäfer. Das Rezept bleibt jedoch streng geheim.

Und so können es sich Besucher am 13. September in einer geschichtsträchtigen Kulisse auch historisch korrekt munden lassen. Rosemarie und Bettina Schäfer werden den Gästen dabei fachkundig Rede und Antwort stehen.