Wernigerode. " Ich will die Menschen mit meinem Gesang glücklich machen ", sagt Stefan Puppe.

Der 29-J ährige ist derzeit als " Don Alfonso " in der Mozart-Oper " Così fan tutte " zu sehen. Mit seinem Engagement bei den Wernigeröder Schlossfestspielen erfüllt sich für den Weimarer ein Traum. " Mein Job macht mir einfach Spaß. " Er habe sich immer gewünscht, auch als Erwachsener seine Kindlichkeit und Natürlichkeit zu behalten und seine Spielfreude auszuleben. " Auf der Bühne kann ich das. "

Stefan Puppe ist mit der Musik aufgewachsen, sein Talent wurde ihm sozusagen in die Wiege gelegt. " Meine Eltern sind beide Musiker. " Im Jenaer Knabenchor und dann als Mitglied im Leipziger Thomanerchor sammelte er erste musikalische Erfahrungen.

Nach der Schule entschied er sich zuerst für eine Ausbildung zum Hotelfachmann. " Parallel dazu habe ich weiter Gesangsunterricht genommen. " Die Leidenschaft siegte schließlich, und Stefan Puppe entschied sich für ein Gesangsstudium an der Weimarer Hochschule für Musik " Franz Liszt ".

" Man wächst von Produktion zu Produktion ", beschreibt der sympathische 29-J ährige seine Entwicklung als Sänger. " Und das nicht immer nur musikalisch ", schmunzelt er und spielt auf " Così fan tutte " an. " Hier geht ‘ s um Treue und Untreue. Ich frage mich immer, wie ich mich in dieser Situation verhalten würde. Vielleicht bereichert die Oper mich auch für meine Beziehung. "

Und wie gefällt ihm sein derzeitiger Arbeitsort ? " Ich bin ganz begeistert von Wernigerodes Kleinstadtcharme. " Die Leute hier seien alle sehr freundlich und aufgeschlossen. " Und ich bin übrigens nicht zum ersten Mal hier. " Der leidenschaftliche Radfahrer passierte die bunte Stadt schon einmal auf einer Radtour auf dem Europaradwanderweg R 1. " Auf dem Sattel und in der Natur fnde ich meinen Ausgleich. Über Stock und Stein, das ist etwas Rustikales, das erdet mich. " Jedes Jahr unternehme er eine größere Tour. " Dieses Jahr geht ‘ s wahrscheinlich nach Schweden. ", verrät der Sänger. Aber erst nach seinem Engagement bei den Schlossfestspielen.

Auf Radfahren wollte er in Wernigerode übrigens nicht ganz verzichten. Deshalb brachte er seinen " Drahtesel " einfach von zu Hause mit.