Seit 1993 lobt die Stadt Halberstadt ihren Fassadenwettbewerb aus. Ziel ist es, Gebäude, die aus der Vergangenheit stammen, originalgetreu zu erhalten. Jetzt stehen die 16. Preisträger fest.

Halberstadt. " Das kann ich gar nicht fassen !" Beate Grebe, Geschäftsführerin der HaWo-Ge, ist freudig überrascht, als ihr die Volksstimme die Nachricht überbringt, dass das Ha-WoGe-Gebäude in der Georgenstraße 15 / 16 zu den Preisträgern gehört. " Wir und die von uns beauftragten Firmen haben sich wirklich viel Mühe mit der Sanierung gegeben ", so Grebe. " Um so mehr freuen wir uns über die Auszeichnung, da der Finckehof für uns ein Bauvorhaben ist, das wirklich eine große Herausforderung darstellt. " Und : " Die Jury erkennt damit auch an, dass uns eine individuelle Sanierung am Finckehof gelungen ist. "

Die erhalten auch die beiden weiteren Preisträger. Das sind der Spiegelsbergenweg 99 und der Tulpenweg 5, und zwar für das Wettbewerbsjahr 2008, das jetzt bewertet wurde.

Einfach war es für die Jury nicht, der Oberbürgermeister Andreas Henke, Vertreter der unteren Denkmalschutzbehörde, der Architektenkammer, der Kreishandwerkerschaft und des Bauausschusses, Mitarbeiter der Stadtverwaltung und von Sponsoren des Wettbewerbs angehörten.

" Alle Eigentümer

verdienen Respekt und Anerkennung "

24 Objekte standen in den fünf Kategorien " Fachwerk ", " Historismus / bis zum Ende der 1930 er Jahre ", " Baulücken im historischen Umfeld ", " Gewerbebauten " und " Sonstige Gebäude " im Wettstreit. Die Jury sah sich bei Vor-Ort-Terminen alle Gebäude an. Zur abschließenden Sitzung hatte Susanne Heinrich von der Stadtverwaltung Fotos aller Bewerber-Gebäude auf Stellwände geklebt und der entsprechenden Kategorie zugeordnet. Danach wurde drei Stunden diskutiert bis alle Prädikate feststanden.

Neben den drei genannten Preisträgern sprach die Jury Anerkennungen aus. Diese erhielten die Gebäude Unter der Tanne 10, Eike-von-Repgow-Straße 11-14, Friedrich-Ebert-Straße 19 a / Friedenstraße 72 und Klewizstraße 7-8. Außerdem erhielt die Gleimstraße 1 b eine Würdigung.

Was trennt eigentlich die Preisträgerobjekte von denen, die eine Anerkennung erhielten ? " Das sind nur wenige Details. Beispielsweise wurden alte Holz-Fenster durch Fenster mit Plastikrahmen ersetzt. Das ist nicht wirklich perfekt und gab den Ausschlag ", so Jens Klaus, Juryvorsitzender und Abteilungsleiter Stadtentwicklung. " Aber alle zum Wettbewerb eingereichten Gebäude sind fabelhaft saniert und renoviert worden. Sie machen Halberstadt schöner. Jeder Eigentümer hat sich sehr viel Mühe gegeben und aufwändig gearbeitet. Dafür verdienen alle Respekt und Anerkennung. "

Auch im nächsten Jahr möchte die Stadt einen Fassadenwettbewerb ausloben. Dann für 2009.