Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat Wernigerode gestern einen Besuch abgestattet. Auf einer Tour entlang des Stadt-Ö ko-Pfads in der " Bundeshauptstadt im Naturschutz " informierte sich der SPD-Politiker über aktuelle Projekte.

Wernigerode. " Bundeshauptstadt im Naturschutz " – dieser Titel wurde Wernigerode vor zwei Jahren von der Deutschen Umwelthilfe verliehen ( wir berichteten ). Grund genug für Schirmherr und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel ( SPD ), sich bei eine Stippvisite in der bunten Stadt über die Entwicklung von Projekten in Sachen Natur- und Umweltschutz zu informieren – wenn auch verspätet. Bei der Urkundenübergabe vor zwei Jahren in Berlin war er verhindert.

Mit dabei : Die Harzer Bundestagsabgeordneten Andreas Steppuhn ( SPD ) und Undine Kurth ( Bündnis 90 / Die Grünen ), Oberbürgermeister Peter Gaffert und Ulrich Eichler, Umweltbeauftragter im Wernigeröder Rathaus.

Nachdem sich der Minister ins Goldene Buch der Stadt eingetragen hatte, ging es auf Tour entlang des Stadt-Ö ko-Pfades. Dabei wurden unter anderem das Grundstück in der Westernstraße 10 als Beispiel des von der Volksstimme initiierten Projektes " Höfe halten Hof ", der Miniaturenpark " Kleiner Harz " und zwei Fischtreppen besichtigt. Besonders fasziniert zeigte sich Gabriel vom Elektrofschen, einer schonenden Methode des Fischfangs. " Ich habe ihm eine Bachforelle in die Hand gegeben ", sagte Ulrich Eichler gegenüber der Volksstimme. " Das ist doch mal was, wenn ein Bundesminister das Wernigeröder Wappentier in Händen hält. "

Das Fazit des Bundespolitikers fel sehr positiv aus. " Es ist unglaublich, was Vereine und Verwaltung hier im Bereich Umweltschutz erreicht haben ", sagte Gabriel beeindruckt.

Peter Gaffert freute sich über das Interesse des Ministers am Umweltengagement in der Stadt : " Schön, dass Sie sich aufgemacht haben, um Wernigerode zu besuchen. Das zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. " Für Andreas Steppuhn war der Ministerbesuch " einer der schönen Termine ". Es sei gut, wenn man präsentieren kann, wie sich eine Region entwickelt hat. " Außerdem ", so Steppuhn und spielte auf die Goslarer Herkunft Gabriels an, " ist der Besuch dieses niedersächsischen Harzers ein Zeichen für die Zusammenarbeit zwischen Ost- und Westharz – besonders in Hinblick auf die aktuellen Streitigkeiten. "

Und was hält der Umweltminister von Wernigerode ? " Eine der schönsten Städte, die ich kenne. Und ein schönes Ausfugsziel für die Goslarer. Na, wenn das keine Werbung für Wernigerode ist ", so Gabriel.