Wernigerode. Wer die Unterengengasse 6 betritt, hat den Weg zu Sven Erler " Ins kleine Paradies " gewählt. Doch nicht nur das.

Auf der Hinterseite des Fachwerkbaus befindet sich ein kleiner, aber feiner Hof. " Ich bin positiv überrascht ", zeigt sich Frank Schmidt angetan von der grünen Oase. Wernigerodes Gartenamtsleiter und Frank Schröder vom Förderverein für den Bürgerpark gehören der Jury für die bereits ins vierte Jahr gestartete Gemeinschaftsaktion an. Die beiden Experten loben die bunte Mischung aus Margeriten, Flox, großfruchtigen Kulturheidelbeeren, Primeln und Horthensien. Auch die Kletterrosen und die Fensterrahmen als Schmuckelemente passen ausgezeichnet ins Ensemble. Ebenso wie eine liebevoll restaurierte Waage, ein kleiner Brunnen und ein Handwagen, die auf dem Rasen drapiert sind. Seinen besonderen Reiz zieht der gut 300 Meter große Hof allerdings aus zwei mächtigen Bäumen, die auf den angrenzenden Grundstücken links und rechts gedeihen. Ahorn und Rotdorn bilden ein regelrechtes Dach aus Blättern.

Und doch sieht Frank Schmidt " noch einen richtigen Schatz ", den es zu heben gilt. Eine kleine Nische mit bröckelndem Beton stört das ansonsten idyllische Bild. Sven Erler hat da allerdings schon eine Idee. " Wir wollen da noch eine Holzdielenecke einrichten ", sagt der Gastronom.

Die Juroren finden diesen Lösungsvorschlag gut durchdacht. " Das wäre hier dann wirklich der schönste Platz ", sind Schmidt und Schröder beim malerischen Blick hinauf zum alten Giebel des Nachbarhauses überzeugt.