Wernigerode. Die bunte Stadt am Harz gehört in punkto Tourismus unbestritten zu den zehn erfolgreichsten im Land. Das bekräftigte gestern Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Reiner Haseloff – er ist auch für den Tourismus zuständig – in Wernigerode.

Der CDU-Politiker ließ sich von Baudezernent Burkhard Rudo vor dem Rathaus das Tastmodell für Blinde erläutern, trug sich in das Ehrenbuch der Stadt ein und schritt sodann die Breite Straße hinunter in Richtung Krellsche Schmiede. Unterwegs blickte der Minister in ein paar besonders schön gestaltete Höfe, um dann bei einer kräftigen Gulaschsuppe mit Oberbürgermeister Peter Gaffert und führenden Hoteliers über die Städte als Schwerpunktthema für die touristische Vermarktung 2010 zu sprechen. Haseloff zeigte sich dabei überzeugt : Wernigerode werde dabei weiter punkten, denn es sei hier sehr gut gelungen, " die Annehmlichkeiten des Städte- und Kulturtourismus mit den Aktiv- und naturnahen Angeboten zu verbinden ". Nur : " Investiert werden muss noch verstärkter in die Freizeitinfrastruktur. "

Der Gast aus Magdeburg bescheinigte den Wernigerödern : " Sie haben die Qualität, alles andere ist ein Selbstläufer ... ". Weil die Stadt aber weder an der Straße der Romanik liegt bzw. " das Blaue Band schwer herzuführen ist ", müsse auf dem Markt auch international offensiver für diese besondere Marke geworben werden.

Der Wirtschaftsminister : " Sie haben mit Schierke jetzt auch eine gemeindliche Komponente. " Dort gelte es, dass die zum Teil unrealistischen Ideen von vor zehn Jahren " am richtigen Ende aufgenommen werden ". In dem einzigen Ort, in dem landesweit theoretisch Wintersport möglich sei, müsse bei der weiteren touristischen Erschließung " sehr sorgsam " vorgegangen werden. Das bedeute, sich nicht auf mehrere Projekte zu konzentrieren, von denen dann vielleicht keines umgesetzt werde. Übrigens