Die Wernigeröder Stadtwerke senken zum 1. Oktober den Gaspreis. Geschäftsführer Wenzislaw Stoikow kündigt zugleich an, dass Kunden erstmals auch eine Tarifbindung mit dem kommunalen Versorger eingehen können. Positiv ist ebenso das Versprechen, spätestens ab Januar den Strompreis zu senken.

Wernigerode. Wer ein Einfamilienhäuschen sein eigen nennt und eine Gasheizung betreibt, der verbraucht durchschnittlich 20 000 Kilowattstunden. Ab 1. Oktober können die Bewohner dieses Häuschens rund zwölf Prozent gleich 166 Euro beim Gaseinkauf sparen. Mindestens, so Stadtwerke-Vertriebschef

Steffen Meinecke. Ab Oktober bietet das kommunale Unternehmen nämlich erstmals auch zwei Tarife an, mit denen sich die Kunden für ein bzw. zwei Jahre ihren Gaseinkauf zu einem Festpreis sichern können. Meinecke zufolge seien diese Angebote bereits für Kunden interessant, die mindestens 10 000 bzw. 30 000 Kilowattstunden verbrauchten. Dadurch böte sich die Chance, weitere 40 Euro zu sparen.

Dieses Tarifoptionen bezeichnete Stadtwerke-Chef Wenzislaw Stoikow gegenüber der Volksstimme als einmalig : " So ein attraktives Angebot gibt es nicht einmal im Internet. " Angesichts gesunkener Gaspreise könne und wolle der städtische Versorger diesen Preisvorteil an seine Kunden weitergeben. In den kommenden Tagen, so der Geschäftsführer, erhielten alle Gaskunden ein Informationsschreiben, in dem die Tarifangebote ausführlich erläutert würden.

Letztmalig, so Stoikow, habe man den Gaspreis am 1. Januar 2008 geändert, auch in der Hochpreisphase in der Heizperiode 2008 / 09 sei der Tarif stabil geblieben. Unternehmenspolitik sei nämlich nicht, die Gewinne zu maximieren, sondern ein verlässlicher und preislich attraktiver Verbraucher zu sein, betonte der Geschäftsführer. Er sagte auch, die Vertragslaufzeit von ein, zwei Jahren stärke im Gegenzug die Kundenbindung an die Stadtwerke.

Auf Nachfrage kündigte er an, dass der Trinkwasserpreis auch 2010 stabil bleibe : " Wir sind weit und breit der preiswerteste Anbieter, was sollen wir da noch ändern ?" Dafür, so Wenzislaw Stoikow, werde derzeit eine Preissenkung für Stromtarife vorbereitet. Um rund fünf Prozent solle sich der Bezug von Elektroenergie verbilligen. Ab wann ist noch unklar, spätestens zum 1. Januar, eventuell sogar bereits ab 1. November. Längstens sechs Wochen vor dieser avisierten Tarifänderung werden die Wernigeröder Stadtwerke darüber informieren, hieß es.