Mehr Einigkeit, weniger Nebeneinanderher – sprich also klare Strukturen in der Lobbyarbeit für den auf drei Länder und fünf Kreis zersplitterten Harz, das zu erreichen, ist das erklärte Ziel von Verantwortlichen. Sie wähnen sich inzwischen auf einem guten Weg, hieß es nach einer Beratung in Wernigerode.

Wernigerode. Die Mitglieder des Harzer Verkehrsverbandes ( HVV ), des Regionalverbandes Harz und des Harzer Förderkreises sind im Wernigeröder Rathaus über die geplanten Änderungen informiert worden. Demnach soll es für Verkehrs- und Regionalverband eine gemeinsame Geschäftsführung plus identischem Vorstand geben ( Volksstimme berichtete ). Der Geschäftsführerposten soll ausgeschrieben werden, dafür sei der Goslarer Verband verantwortlich, hieß es. Und schließlich musste sich HVV-Vorsitzender Stephan Manke von seiner Idee verabschieden, eine sogenannte Marketing GmbH gründen zu können, um den Harztourismus anzukurbeln. Der Goslarer SPD-Landrat führte dafür steuerliche und Ausschreibungsbedenken an ( Volksstimme berichtete ).

Nachdem in kleineren Runden von Landräten und den Tourismuschefs übernachtungsstarker Orte wie Goslar und Wernigerode der neue Weg der Verbände zum einheitlicheren Harzer Engagement vorberaten worden war, wurden in der Vorwoche die Mitglieder der drei Verbände in der Region informiert. Manke erklärte danach, er sei über die " unaufgeregte und sachorientierte Diskussion zufrieden : " Jetzt geht es darum, den aufgezeigten Weg voranzutreiben, um zukunftsfähige Marketingstrukturen für den gesamten Harz zu schaffen. "

Nordhausens Landrat Joachim Claus ( CDU ) erkannte für den Quedlinburger Regionalverband Harz die Beratung " als ein positives Signal zu einem neuen Aufbruch ", die Mehrheit habe die Vorschläge begrüßt. Die dazu notwendigen Beschlüsse wolle der Regionalverband im Herbst fassen, so dass die neuen Harzer Verbandsstrukturen ab 2010 möglich seien. Einzig Gastgeber Peter Gaffert erklärte für den Harzer Förderkreis : " Ich halte den aufgezeigten Weg für nicht optimal, denke aber, dass es letztlich weniger um Strukturen als um Inhalte geht, Wernigerode wolle sich intensiv in den weiteren Prozess einbringen. Für den Förderkreis gelte hingegen laut Gaffert : " Wir sind erst ganz am Anfang der gemeinsamen Beratungen. "