Wernigerode. " Fertig ist man nie ", sagt Sabine Sauer. Da gilt es noch, ein altes Dach zu entsorgen, dort gemeinsam mit dem Nachbarn einen neuen Zaun zu setzen.

Mit ihrem Gatten Bernd hat die Wernigeröderin hinter dem Haus in der Minslebener Straße 13 eine wahre Oase erschaffen. Wobei die Sauers sogar über zwei Höfe verfügen. Den vorderen, kleinen dominieren Fuchsien, die in verschwenderischer Pracht gedeihen. Das größere Areal im hinteren Teil liegt im Schatten einer Zeder. Ihr Vater Herbert Bergfeld hatte sie vor gut 50 Jahren aus einem Zapfen gezogen, ist Sabine Sauer sichtlich stolz auf den hölzernen Riesen. Prägnant für das schlauchähnliche Anwesen sind allerdings noch andere Hingucker. Beispielsweise ein größerer Teich, ein Sumpfbeet und eine steinerne Kaskade, von der das Wasser plätschert. " Die Wegeführung ist sehr schön gelöst ", findet Frank Schmidt von der Jury der Gemeinschaftsaktion. Dadurch wirkt der Hof optisch vergrößert. " Nicht erwartet ", hat der Gartenamtsleiter zudem den herrlichen Schlossblick.

Das ganz Ensemble wirkt einen Hauch asiatisch. " Wir wollten es aber nicht übertreiben ", liegt Sabine Sauer und ihrem Mann viel daran, das Gelände behutsam zu gestalten. Die Natur sich selbst entfalten lassen, " das ist die Kunst ".

Frank Schmidt bewertet diese Bemühungen als überaus gelungen. Sein fachliches Urteil : " Das hier ist wunderschön, eine tolle Sache. "