Am Wernigeröder Eisenberg laufen die Straßenbauarbeiten auf Hochtouren. Mit im Boot sind die Stadtwerke. Sie erneuern ihr Trinkwasser-, Strom- und Erdgasnetz. Auch der vor drei Jahren stillgelegte Hochbehälter wird saniert.

Wernigerode. Rund 100 Meter Niederspannungs-Stromkabel, 0, 5 Kilometer Erdgasleitungen, drei jeweils 500 Meter lange Rohre für Trinkwasser und die Sanierung des Hochbehälters : Das ist das Leistungspaket der Stadtwerke Wernigerode im Zusammenhang mit der von der Stadtverwaltung in Auftrag gegebenen Sanierung des Eisenbergs aus Richtung der Straße Unterm Ratskopf.

Dafür investiert das Unternehmen etwa 640 000 Euro, informiert René Francke. Der Leiter Trinkwassernetz zeigt sich mit dem Fortgang der Arbeiten zufrieden. " Bis Ende August sind wir hier komplett raus ", verspricht Francke. Nur an dem vor etwa drei Jahren stillgelegten Hochbehälter gibt es noch einiges zu tun bis Dezember. Nach der aufwändigen Sanierung des Daches und der beiden jeweils 800 Kubikmeter fassenden Wasserkammern vor zwei Jahren, wurden 2008 und in diesem Jahr Mauerwerk und Zwischendecken erneuert. Was bleibt, so der Netzchef, ist die Modernisierung aller Leitungen im Inneren und die Gestaltung der Außenanlage inklusive eines Zaunes.

Der Speicher am Eisenberg ist einer von vieren im Versorgungsgebiet der Stadtwerke und nach jenem in der Burgbreite der zweitgrößte. René Francke erläutert seine Bedeutung : " Hochbehälter dienen dem Ausgleich zwischen der gleichmäßigen Trinkwasserzufuhr aus Gewinnungsanlagen oder Fernwasserleitungen und dem Verbrauch der Kunden, der im Tagesverlauf sehr starken Schwankungen unterzogen ist. " Dank der Zwischenspeicherung in den Kammern kann selbst bei Versorgungsspitzen oder Störungen gewährleistet werden, dass das benötigte Nass mit dem entsprechenden Druck sprudelt.

25 Zentimeter dick ist das Rohr, das den Speicher künftig vom Wasserwerk Zillierbachtalsperre aus füllen soll. Ein neues Teilstück der sogenannten " Talsperrenleitung " wurde Ende letzter Woche bereits eingebunden. Von der " Quelle " bis zur " Mündung " in Ilsenburg hat sie laut René Francke eine Gesamtlänge von 15 450 Meter.