• Die Gemarkung Schierke hat eine Gesamtfläche von 4013 Hektar.
  • 3880 Hektar davon bestehen aus Wald.
  • Als sogenannte gemischte Baufläche sind 43 Hektar ausgewiesen, für den Verkehr 35 Hektar.
  • 21 Hektar sind Wasser.
  • Die zu unterhaltenden Grünzonen umfassen 14 Hektar.
  • Problem : Erweiterungen nach außen sind wegen der örtlichen Gegebenheiten kaum möglich.

  • Seit gestern gehört Schierke offiziell zu Wernigerode. Für die Stadtverwaltung bedeutet dies eine große Herausforderung. Gilt es doch, möglichst zügig ein Konzept zu entwickeln, in welche Richtung sich der neue Ortsteil entwickeln soll.

    Wernigerode. " Wir beschäftigen uns nicht erst seit der Eingemeindung mit dem Thema ", sagt Hans-Dieter Nadler. Wernigerodes Chefplaner wühlt sich seit der Unterzeichnung des Vertrages zur Eingemeindung am 13. Januar durch einen Berg von Akten. Der Amtsleiter : " Man hat sich unheimlich viel Gedanken um Schierke gemacht. " Leider ist davon bisher nur wenig umgesetzt worden. Aus welchen Gründen auch immer. Nadler : " Wir müssen alle Ideen zusammenführen, in der Waschmaschine durchwirbeln und gucken, welchen Weg wir einschlagen. " Dazu laufen derzeit intensive Gespräche, in die vor allem auch die Bewohner des neuen Ortsteils mit einbezogen werden.

    Da wäre zunächst Schierkes seit Jahren ungelöstes Parkproblem. Der Planer : " Es gab 1994 ein Gutachten zur Beruhigung und Entlastung vom Verkehr. " Darin war der Vorschlag enthalten, am Stern für die Tagesbesucher einen zentralen Parkplatz mit allen notwendigen Serviceangeboten zu bauen und einen Shuttleservice einzurichten. Hans-Dieter Nadler : " Es existierte noch die zweite Extremvariante, Drei Annen Hohne und Schierke aufzupowern. " Aber : " Letztlich hat sich die Gemeinde anders entschieden. " Verteilt im Ort wurden mehrere, allerdings längst nicht ausreichende Stellplätze geschaffen. Knackpunkte sind dabei die Brockenstraße und der Barenberg.

    " Die zweite Frage ist die Verlegung der Kindertagesstätte in die ehemalige Grundschule ", nennt der Amtsleiter als weitere Aufgabe. Überlegungen dazu gibt es seit einiger Zeit, " es wurde aber noch keine Entscheidung getroffen ".

    " Thema Nationalpark muss im Positiven viel stärkere Beachtung finden "

    Ebenso dringend müssen Lösungen für die seit Jahren leerstehenden Hotels gefunden werden. Hans-Dieter Nadler : " Wir müssen ein Image schaffen, dass Private wieder sagen, da engagieren wir uns mit. "

    Dabei dürften touristische Attraktionen eine entscheidende Rolle spielen. Für Eisstadion, Rodelbahn im Bereich der Schierker Baude und eine Abfahrt vom Winterberg inklusive Wettkampfspur am Loipenhaus " gibt es erste Vorstellungen ". Allerdings gilt es, Angebote für Freizeit und Erholung für das gesamte Jahr zu entwickeln.

    Hilfreich bei allen Überlegungen ist der Umstand, dass Schierke einen Flächennutzungsplan besitzt. Er stammt von 2006. Nadler : " Der ist also recht aktuell. "

    Der Amtsleiter resümiert : " Wir sind erst am Anfang. " Dennoch soll Ende des Jahres, spätestens aber im ersten Quartal 2010 ein Konzept zur Entwicklung des Ortsteils vorliegen, das alle Bereiche beleuchtet. Erst dann wird auch abschätzbar sein, wie hoch die Kosten liegen. Unterstützung bei der Erarbeitung soll ein externes Büro leisten. Hans-Dieter Nadler nennt das : " Impulse von außen einbinden ". Im Übrigen muss bei allen Bemühungen " das Thema Nationalpark im Positiven viel stärkere Beachtung finden ".