Räumlich betrachtet, waren wir eine Außenstelle der Feierlichkeiten zum Sachsen-Anhalt-Tag, aber dafür auf besonders exponiertem Posten. Als der Ministerpräsident Wolfgang Böhmer in seinem Grußwort von drei " sagenhaften Tagen am Fuße von Roßtrappe und Hexentanzplatz " sprach, hatte er ja grundsätzlich recht. Aber oben bei uns auf dem Hexentanzplatz im Bergtheater war es auch sehr schön.

Es war immerhin der 13. Sachsen-Anhalt-Tag und wir fuhren an diesem 13. Juni gegen 13 Uhr durch Thale. Alle eventuellen Bedenken zur Stadtdurchfahrt waren überflüssig. Es gelang trotz der vielen Autos wirklich hervorragend, wir fuhren zu unserem Hexentanz-Parkplatz. Und schön, dass Petrus so musikbegeistert war. Er bescherte uns nur blauen Himmel und strahlende Sonne. Dazu hatten wahrscheinlich auch die Organisatoren dieser Festtage in Thale beigetragen.

Das Nachmittagsprogramm begann für uns mit einem fulminanten Programmpunkt. Die Big Band des Polizeimusikorchesters Magdeburg spielte ab 14.30 Uhr. Das ist ja bekanntlich die Zeit, in der unser Korpus etwas lustlos wird und nichts gegen einen geruhsamen Mittagsschlaf einzuwenden hätte. Bei Melodien von Glenn Miller, Duke Ellington und Stan Kenton war das natürlich nicht möglich. Die Begeisterung erreichte ihren Höhepunkt, als zum Schluss " In the mood " ertönte. Da kamen die Zuhörer titelgerecht richtig " in Stimmung ".

Danach sprach der Präsident des Chorverbandes Sachsen-Anhalt, Rainer Schomburg, ein paar freundliche Begrüßungsworte und betonte unter anderem die vielen positiven Seiten des Singens im Chor.

Der Männerchor der Stadt Thale unter Leitung von Winfried Löwe sang seine Harzlieder. Sie drehten sich naturgemäß um die Heimatstadt Thale und das Bodetal.

Die " Harzer Kramms " unter Leitung von Ines Friedrich sangen heimatliches Platt, boten zum Beispiel ein Jodler-Solo und rollten zum gesanglichen Höhepunkt ihres Auftritts eine Kuh auf die Bühne. Echt war die kleine Melkerin mit Kopftuch. Eimer und Schemel standen schon dort.

Dann sangen der Lyra-Chor Aschersleben und die Folkloregruppe Südharz-Musikanten Hettstedt ihre Lieder, bevor der Männergesangverein Hasserode 1865 unter Leitung von Barbara Hofmann den Abschluss der Einzelchor-Auftritte einleitete. Unter anderem entsprachen Harzheimat, Lied der Berge und schließlich unser neu eingeübtes russisches Volkslied " Mutter Heimat " der wunderbaren Landschaft und dem Motto " Thale sagenhaft ".

Die Schatten wurden schon etwas länger, als sich die rund 60 Sänger vom MC Thale und MGV Hasserode gemeinsam mit den Liedern " Jäger Abschied " und " Frisch gesungen " vom Publikum verabschiedeten.

Es war ein gelungenes Fest.

Johannes Kramer, MGV Hasserode