Der Luchsnachwuchs im Wernigeröder Wildpark hat sich prächtig entwickelt. Nur für fünf Raubkatzen wird das Gehege zu klein. Deshalb werden die beiden Brüder abgegeben, das Mädchen soll bei " Finnja " und " Lucas " bleiben. Wie für die Elterntiere wird nun auch für die Luchstochter ein Name gesucht. Die Harzer Volksstimme bittet die Leserinnen und Leser um Vorschläge.

Wernigerode. Wenn im idyllisch gelegenen Wildpark abends Ruhe eingekehrt ist, sind sie in Aktion. Das Luchsmädchen balgt kess mit dem einen Bruder herum, der eher schüchterne Drilling schaut lieber von Ferne zu. Nicht aus den Augen gelassen werden die drei Jungen von " Finnja " und " Lucas ".

" Ist das nicht schön, das Familienglück mit anzusehen ?" Petra Thieme genießt diese Augenblicke, wenn sie bei der Spätschicht im Luchsgehege nach dem Rechten sieht. Die Tierpfegerin hat besonders " Lucas " ins Herz geschlossen : " Er ist ein so aufmerksamer und guter Vater. " Mittlerweile mehrfacher, doch wohl noch nie so ein glücklicher.

Der erste Wurf von " Finnja " und " Lucas ", 2007, ist ausgebüxt, als die beiden Jung luchse untersucht werden sollten. Das hatte mächtig für Lesestoff in der Harzer Volksstimme gesorgt. Nun bei den im Mai vergangenen Jahres geborenen Pinsel ohr-Drillingen " waren wir schlauer ", sagt Frank Schmidt, Leiter des Wildparks. Die Umzäunung des Raubtiergeheges wurde " ausbruchssicherer " gebaut und für die Impfung sowie Geschlechtsbestimmung diesmal kein Fangnetz, sondern Pusterohr mit Narkosepfeil verwendet. Frank Schmidt : " Ohne Probleme konnten die Tierärztin und der Luchsexperte Ole Anders arbeiten. " Und nach langem Rätselraten endlich verkünden : " Finnja " und " Lucas " haben ein Mädchen und zwei Jungen.

Das Trio weiter bei den Eltern leben zu lassen, dafür sei das Gehege zu klein, " außerdem haben uns Fachleute dringend davon abgeraten ", sagt Frank Schmidt. Die Entscheidung sei mittlerweile gefallen : " Das Mädchen behalten wir, ihre Brüder kommen in gute Hände. "

Wie soll nun aber die Luchstochter heißen ? Dafür bietet das Wildparkteam die Leserinnen und Leser der Harzer Volksstimme um Unterstützung. So wie damals bei den Elterntieren, wird um Vorschläge gebeten. Schreiben Sie uns, oder rufen Sie uns an.